Stadtteil-Entwicklung

Auf ehemaligem Supermarkt-Gelände entstehen Mietwohnungen

So soll der Neubau an der Humboldtstraße 304 später aussehen. Der Einzug ist für Mitte 2019 geplant.       

Foto: KZP

So soll der Neubau an der Humboldtstraße 304 später aussehen. Der Einzug ist für Mitte 2019 geplant.       Foto: KZP

Essen-Haarzopf.   In Haarzopf erfolgt bald der Baustart für 17 Mietwohnungen an der Humboldtstraße. Bürgerverein fordert seit langem Wohnraum für Ältere.

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In wenigen Tagen sollen die Arbeiten für ein Gebäude mit 17 Mietwohnungen mitten im Zentrum Haarzopfs starten. Das Gelände an der Humboldtstraße 304, auf dem sich bis vor acht Jahren ein Rewe-Supermarkt befunden hatte, ist vorbereitet. Das alte Gebäude ist abgerissen, die Altlasten auf dem ehemaligen Tankstellengelände seien beseitigt, die Baugenehmigung liege vor. „Es kann losgehen“, sagt Achim Bassa, Geschäftsführer der Koschany+Zimmer Projektentwicklung (KZP). Das Unternehmen realisiert das Projekt auf rund 2300 Quadratmetern gemeinsam mit der Düsseldorfer Mediconsult AG für die Geno-Bank.

Mit den barrierearmen Wohnungen mit einer Größe zwischen 56 und 125 Quadratmetern passt das Projekt zu den Forderungen von Politik und Bürgerverein, die sich seit langem für bezahlbare Mietwohnungen, besonders auch für Senioren, in Haarzopf einsetzen.

„Wir würden es natürlich sehr begrüßen, wenn dort an so zentraler Stelle Mietwohnungen entstehen würden“, hatte Philipp Rosenau, zweiter Vorsitzender des Bürgervereins Haarzopf-Fulerum, im vergangenen Oktober geäußert. Die Schaffung von barrierefreien Mietwohnungen war auch Thema des Zukunftsworkshops, zu dem der Bürgerverein Anfang 2018 eingeladen hatte. Ganz in der Nähe entstehen an der Fulerumer Straße zudem 56 Mietwohnungen der Wohnungsgenossenschaft Essen-Nord.

Das Konzept sollte der Stadt gefallen

„Es war uns wichtig, ein Konzept vorzulegen, dass auch bei der Stadt gut ankommt“, sagt Achim Bassa. Jahrelang rottete das Gebäude des ehemaligen Supermarktes vor sich hin. „Wir hatten schon 2011 Interesse, aber der Kauf des Geländes gestaltete sich schwierig“, so Patrick P. Reichel, Vorstand von Mediconsult. Das Areal habe einem Immobilienfonds gehört, der abgewickelt wurde. Auch die Beseitigung der Altlasten habe mit dem Vorbesitzer geklärt werden müssen.

Für rund fünf Millionen Euro entstehe ein zweieinhalb geschossiges, fast quadratisches Gebäude. „Das Besondere ist ein Atrium, ein Raum mit Glasdach, von dem aus die Wohnungen zugänglich sind“, erklärt Achim Bassa. Das Haus entstehe im hinteren Bereich des Geländes, wo auch der Rewe-Markt stand. Unter dem Gebäude wird es sechs Garagen geben, zur Humboldtstraße hin Parkplätze. Auch eine Fahrradgarage sei geplant.

Geno-Bank setzt derzeit verstärkt auf Immobilien

Für Heinz-Georg Anschott, Vorstandsvorsitzender der Geno-Bank, ist das Objekt in Haarzopf Teil der Immobilien-Strategie, mit der das Kreditinstitut der Niedrigzinsphase trotzen will. Der Service-Gedanke werde großgeschrieben: Angebote wie eine Quartiers-App als digitales „Schwarzes Brett“ und eine Paketkastenanlage für Lieferanten aller Art sollen dazu beitragen, den Alltag der künftigen Mieter zu erleichtern.

„Der Neubau liegt sehr zentral, nur wenige Meter vom Einkaufs- und Ärzte-Zentrum Neue Mitte Haarzopf entfernt“, sagt Patrick Reichel. Er gehe davon aus, dass viele Anwohner trotz der jetzt beginnenden Bauphase mit den unvermeidbaren Unannehmlichkeiten froh seien, dass sich etwas auf Gelände entwickele. Die Bauzeit werde etwas mehr als ein Jahr betragen, so dass die Wohnungen Mitte 2019 bezugsfertig seien.

Humboldtstraße wird derzeit verkehrsberuhigt

Laut Projektentwickler sollen die Bewohner des Neubaus trotz der zentralen Lage nicht viel vom Verkehr mitbekommen. Ein Grund sei die etwas zurückgesetzte Lage des Hauses. Aktuell laufen zudem die Arbeiten der Stadt zur Umgestaltung bzw. Verkehrsberuhigung der Humboldtstraße.

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