Altes Rathaus Bredeney

Altes Rathaus in Essen-Bredeney hat einen neuen Eigentümer

Bezirksbürgermeister Michael Bonmann freut sich, dass für das alte Rathaus Bredeney eine Lösung gefunden wurde.

Bezirksbürgermeister Michael Bonmann freut sich, dass für das alte Rathaus Bredeney eine Lösung gefunden wurde.

Foto: Vladimir Wegener / FUNKE Foto Services

Essen-Bredeney.  Seit September gehört das alte Rathaus Essen-Bredeney einem Unternehmer aus dem Stadtteil. Das Gebäude soll saniert und zum Firmensitz werden.

Das alte Rathaus Bredeney hat seit Anfang September einen neuen Eigentümer. Ein Bredeneyer Unternehmer, der nicht genannt werden möchte, hatte das zum Teil denkmalgeschützte Gebäude von der Stadt gekauft. „Das Unternehmen wird seinen Firmensitz dorthin verlegen“, erklärt Bezirksbürgermeister Michael Bonmann (CDU), der sich viele Jahre dafür eingesetzt hatte, dass das stadtteilprägende Gebäude in private Hände übergeben wird und erhalten bleibt.

Der Rat hatte den Verkauf des alten Rathauses Bredeney im Februar beschlossen

Die Stadt habe das Gebäude von 1902 angesichts leerer Kassen in den letzten Jahren verkommen lassen, so Bonmann. Im Februar 2019 hatte der Rat dann beschlossen, das Rathaus zu verkaufen. Laut Michael Bonmann habe es fünf Bewerber gegeben, die Entscheidung sei aufgrund des Konzepts zugunsten der Bredeneyer Unternehmerfamilie gefallen. Die Summe könne er nicht nennen, aber die Stadt könne mit dem Verkaufspreis durchaus zufrieden sein, findet der Bezirksbürgermeister.

Der neue Besitzer wolle das Gebäude behutsam sanieren und ausschließlich für Büros nutzen. „Die Bredeneyer Bürger werden den ehemaligen Ratssaal acht Mal im Jahr nutzen können. Das ist ein Punkt, der uns sehr wichtig ist“, so Bonmann. Konzerte, Lesungen und ähnliche Verstaltungen können also weiterhin im historischen Ambiente stattfinden. Die Terminverwaltung werde über die Bezirksvertretung laufen. „Auch der Neujahrsempfang der Bredeneyer Vereine, der aus Feuerschutzgründen in den vergangenen beiden Jahren vom Rathaus in die Aula der Goetheschule verlegt werden musste, kann dann wieder dort stattfinden“, so der Bezirksbürgermeister.

„Der neue Eigentümer hat zugesagt, einen zweiten Notausgang für den Ratssaal anlegen zu lassen, so dass auch wieder Veranstaltungen mit 100 Personen dort stattfinden können. Derzeit genehmigt die Feuerwehr ja nur Veranstaltungen mit 40 Personen, so dass die Räumlichkeiten für den Neujahrsempfang in den letzten Jahren wegfielen“, erklärt Bonmann.

Bezirksbürgermeister denkt auch über die Gestaltung der Gleisschleife nach

Er gehe davon aus, dass der neue Eigentümer bald einen Bauantrag stelle. Die derzeit noch im Gebäude ansässige Schule für Ergotherapie des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) werde wohl zum Schuljahresende ausziehen, vermutet Bonmann. Mit der Neunutzung des Gebäudes rechnet der Bezirksbürgermeister aber nicht vor 2022.

Wenn schon das Rathaus saniert werde, könne man parallel auch über die Fläche der gegenüber liegenden Gleisschleife nachdenken, „Da die Ruhrbahn die Haltestelle ja barrierefrei umbauen muss und das wohl nur in Form eines Sackbahnhofs realisiert werden kann, würde ja ein Teil der Fläche frei. Da könnte man einen kleinen Park anlegen“, sagt Michael Bonmann, der mit der jetzt gefundenen Lösung für das alte Rathaus sehr zufrieden ist.

Simone Klose von der Ruhrbahn bestätigt, dass man die Haltestelle an der Bredeneyer Gleisschleife barrierefrei umbauen müsse. Wann das geschehe und ob man weg von der Gleisschleife hin zu einem Sackbahnhof gehen werde, sei jedoch noch offen.

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