Stadtteilentwicklung

Abriss der alten Grundschule in Essen-Haarzopf beginnt

Ein Teil der Inneneinrichtung liegt schon vor den Gebäuden, der Abriss der alten Schule an der Hatzper Straße beginnt.

Ein Teil der Inneneinrichtung liegt schon vor den Gebäuden, der Abriss der alten Schule an der Hatzper Straße beginnt.

Foto: Julia Tillmann / FUNKE Foto Services

Essen-Haarzopf.  Die Gebäude in Essen-Haarzopf müssen weichen, weil dort ein Schulneubau und eine Kita entstehen. Auf anderen Grundstücken tut sich noch nichts.

Der Abriss der alten Grundschule an der Hatzper Straße in Essen-Haarzopf beginnt. Das ist nur eines von drei Grundstücken in Haarzopf, auf denen sich in den nächsten Jahren wohl einiges tun wird. So soll an der Straße Auf’m Bögel anstelle der aufgegebenen Flüchtlingshäuser seniorengerechtes Wohnen entstehen und auch das Gelände an der Raadter/Eststraße ist weiter für die Vermarktung für Wohnbebauung im Gespräch.

Konkret sind die Planungen derzeit allerdings nur für das Gelände an der Hatzper Straße. Dort hängt seit einigen Tagen das Bauschild einer Abbruchfirma am Zaun, die mobile Toilette für die Arbeiter steht und um die alten Schulgebäude herum liegt bereits ein Teil der Einrichtung. „Mit den Abbrucharbeiten wird ab dem 27. Januar begonnen. Der Abriss der Gebäude soll gegen Ende Februar 2020 beendet sein“, teilt das Stadtpresseamt mit.

Auf dem Gelände in Essen-Haarzopf entstehen Gebäude für Schule und Kita

Auf dem Gelände sollen laut Ratsbeschluss Neubauten für Schule und Kindertagesstätte entstehen, mit denen die Stadt dem Mangel an Schul- und Kita-Plätzen in Haarzopf entgegenwirken will. Die zweizügige Schule soll eine Dependance der Haarzopfer Grundschule, genannt Haus des Lernens, darstellen und zum Schuljahresbeginn 2025/26 fertig sein. Bis dahin werden die Schulkinder in Modulen untergebracht, die zum Schuljahresbeginn 2020/21 zur Verfügung stehen und später nach Fertigstellung des Schulgebäudes die Kita-Kinder beherbergen sollen.

Seitens der Bürger gibt es durchaus kritische Töne zur Realisierung des Schulbauprojekts. So findet beispielsweise Wolfgang Krämer, dass man das Projekt nicht als städtische Baumaßnahme hätte durchführen, sondern es lieber an einen privaten Investor hätte vergeben sollen. „Ein Verkauf des Grundstücks an einen privaten Investor mit der Auflage, einen Schul- beziehungsweise Kita-Neubau zu errichten, den die Stadt dann zurückkauft oder anmietet, hätte die Sache zügiger vorangebracht“, meint Wolfgang Krämer. Private Investoren seien auch nicht wie die Stadt zur EU-weiten Ausschreibung der Arbeiten verpflichtet, was seiner Meinung nach erhebliche Verzögerungen mit sich brächte.

Für das Gelände an der Eststraße läuft noch kein Planverfahren

Seiner Ansicht nach seien viele städtische Immobilien nicht ordentlich gepflegt, sonst gäbe es nicht so einen großen Instandhaltungsrückstau. Private Investoren achteten seiner Meinung nach eher auf den Erhalt beziehungsweise die Modernisierung ihrer Gebäude.

Während an der Hatzper Straße die Abbrucharbeiten der alten Schule starten, sind an anderer Stelle in Haarzopf die Planungen noch nicht fortgeschritten. So habe für das Gelände an der Raadter/Eststraße, wo sich früher ein Gartenbaubetrieb und ein Tennisverein befanden, das Planverfahren noch nicht begonnen, der Stadt sei für die Fläche kein möglicher Investor bekannt, so das Stadtpresseamt.

Gegen die Bebauung dieser Fläche kämpft die Haarzopfer Bürgerinitiative „Finger weg von Freiluftflächen“ weiterhin vehement, da das Areal zum Regionalen Grünzug gehöre und für das Klima sehr relevant sei.

Auch über die ehemaligen Flüchtlingshäuser am Bürgerpark Haarzopf wird im Stadtteil diskutiert. Viele Haarzopfer wundern sich, dass es auf der Fläche Auf’m Bögel nicht so recht vorwärts geht und die maroden Flüchtlingshäuser dort immer weiter verrotten. Dort soll anstelle der aufgegebenen Übergangsheime seniorengerechtes Wohnen entstehen. Die Stadt will das Grundstück dafür vermarkten. Das habe der Stadtplanungsausschuss bereits im Dezember 2018 beschlossen, so Patrick Opierzynski vom Stadtpresseamt.

Allerdings laufen dort bisher nur die Bauarbeiten des Integrationsmodells, das auf dem Eckgrundstück ein Wohnhaus für Behinderte baut. Dort sollen ab Sommer zwei Wohngruppen einziehen. Laut Patrick Opierzynski sei das Grundstück an der Straße Auf’m Bögel 38-42 im Bebauungsplan als reines Wohngebiet festgesetzt.

„Die geplante Vermarktung soll in diesem Jahr erfolgen, wobei für die angedachte Nutzung Schallschutzmaßnahmen im Hinblick auf die benachbarte Tennisanlage erforderlich sind. Die entsprechenden Prüfungen laufen derzeit.“

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