Gemeindeleben

25 Jahre Gottesdienst für die kleinsten Gemeindeglieder

Kindgerecht und gemeinsam mit den Eltern werden die kleinen Gemeindeglieder bei den Gottesdiensten für kleine Leute an die Bibel herangeführt.
      

Foto: ev. Gemeinde Rellinghausen

Kindgerecht und gemeinsam mit den Eltern werden die kleinen Gemeindeglieder bei den Gottesdiensten für kleine Leute an die Bibel herangeführt.      

Essen-Rellinghausen.   Der „Gottesdienst für kleine Leute“ hat in der evangelischen Gemeinde Rellinghausen Tradition. Ziel ist es auch, Eltern in Kontakt zu bringen.

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Dass sich ein Gemeindeangebot 25 Jahre hält und immer wieder neue Freunde findet, ist eher ungewöhnlich. Deshalb ist Andreas Volke, Pfarrer der evangelischen Gemeinde Rellinghausen, auch durchaus stolz darauf, dass sich die „Gottesdienste für kleine Leute“ für Kinder im Vorschulalter und ihre Eltern weiterhin großer Beliebtheit erfreuen. Der nächste Gottesdienst dieser Art unter dem Motto „Vom Wasser des Lebens“ ist für Sonntag, 18. März, 15.30 Uhr, geplant. „Das Tolle ist, dass inzwischen die Leute, die selbst als Kinder in den Gottesdiensten waren, schon mit ihren Kindern kommen“, sagt Volke.

Entstanden war die Veranstaltungsreihe aus dem Gedanken heraus, dass die Kinder in der Kirche nicht nur getauft werden, sondern dort auch ein freies, positives Verhältnis zu Kirche und Gemeinde entwickeln sollten. „Wir wollen auch den Kleinsten Räume zur Begegnung schaffen, in denen sie sich wohlfühlen“, sagt der Pfarrer.

Kinder singen mit Händen und mit Füßen

Lieder mit Händen und Füßen singen, Geschichten hören und spielen, bei Gebeten mitmachen – das alles sei eine kindgerechte Art, den Nachwuchs an die Gemeinschaft herauszuführen und etwas mit nach Hause zu nehmen. „Dort spricht man dann vielleicht das gleiche Gebet“, hofft Volke. Wie beliebt die Gottesdienste sind, weiß er aus eigener Erfahrung. „Meine Enkelin war ab ihrem zweiten Lebensjahr immer dabei. Und eines Tages wollte sie, statt mit dem anderen Opa in den Zoo zu gehen, lieber in den Gottesdienst“, erinnert sich Volke an eine Begebenheit aus der eigenen Familie.

Zu den Hochzeiten der Veranstaltungsreihe seien bis zu 80 Teilnehmer dabei gewesen, inzwischen habe sich die Zahl bei 25 bis 30 Leuten eingependelt. Die Angebote, bei denen die Kinder auch mal auf Sitzkissen in der Kirche malen und spielen, richten sich vor allem an Ein- bis Fünfjährige. Aber auch jüngere oder ältere Geschwisterkinder seien natürlich willkommen. Alle vier bis sechs Wochen finde der „Gottesdienst für kleine Leute“ statt, den die Eltern mit vorbereiten und auch selbst Sprech- und Spielrollen übernehmen. Die Themen seien immer kindgerecht formuliert und alles, was sich „an düsterer Pädagogik“ in den Bibeltexten finde, bleibe außen vor, versichert der Pfarrer. „Wir wollen auf jeden Fall eine liebevolle, lebensbejahende Atmosphäre schaffen, in der sich die Kinder wohlfühlen“, betont der Pfarrer.

Die Themen orientieren sich am Kirchenjahr

In erster Linie kämen Familien aus Rellinghausen und Stadtwald, aber auch Neugierige aus anderen Stadtteilen seien immer wieder dabei. Der Gottesdienst, der sich thematisch durchaus am Kirchenjahr orientiere, werde kindgerecht auf eine halbe Stunde verkürzt, anschließend gebe es immer ein gemeinsames Kaffeetrinken, denn die Vernetzung der Eltern sei auch ein Ziel. „Das ist doch toll, wenn man sich im Gottesdienst gesehen hat und dann beim Kinderarzt wiedertrifft. So entstehen Kontakte“, sagt Andreas Volke, der hofft, dass die Reihe weiterhin von den Familien gut angenommen wird und so den Jüngsten erste Kontakte zur Kirche ermöglicht, die vielleicht ihr weiteres (Gemeinde-)Leben prägen werden.

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