Felix Jaehn

Star-DJ Felix Jaehn kommt zum Essener Smag-Sundance-Festival

Die Verantwortlichen des Smag-Sundance-Festivals haben Star-DJ Felix Jaehn verpflichtet.

Foto: Axel Heimken/dpa

Die Verantwortlichen des Smag-Sundance-Festivals haben Star-DJ Felix Jaehn verpflichtet. Foto: Axel Heimken/dpa

Essen.   Der international gefeierte DJ Felix Jaehn tritt beim Smag-Sundance-Festival in Essen auf. Der Superstar kommt am 14. Juli an den Baldeneysee.

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Den Machern des Smag-Sundance-Festivals am Baldeneysee in Essen ist ein echter Coup gelungen: Mit Felix Jaehn verpflichteten sie jetzt einen Superstar der internationalen Dance-Szene als Headliner für das Open-Air-Festval am 14. Juli im Seaside Beach.

Mit dem Remix „Cheerleader“ stürmte der 23-jährige DJ und Musikproduzent als erster Deutscher seit 1989 (damals war es das Duo Milli Vanilli) im Sommer 2015 an die Spitze der amerikanischen Single-Charts.

Festival-Veranstalter weltweit buhlen um Felix Jaehn

Auch in zahlreichen anderen Ländern gingen in den vergangenen drei Jahren seine Produktionen, meistens eine Mischung aus House und Pop, durch die Decke. Seitdem reißen sich nicht nur die Festival-Veranstalter rund um den Globus um den Mann aus Mecklenburg-Vorpommern, der dennoch bescheiden und bodenständig geblieben ist.

„Wir sind natürlich stolz, dass es uns gelungen ist, ihn zu holen“, sagt Alex P. Jäger, verantwortlicher Eventmanager des Sundance, „an Jaehn waren wir schon über ein Jahr dran. Er ist von den drei momentan international angesagtesten deutschen Acts, Robin Schulz, Alle Farben und eben Jaehn, der Künstler, der das beste Gesamtpaket bietet. Er ist intelligent, denkt über das nach, was er macht, sieht gut aus und ist musikalisch sehr vielseitig.“

Line-Up für das Smag-Sundance-Festival steht

2016 nahm Jaehn zusammen mit Herbert Grönemeyer und Teilen der Fußball-Nationalmannschaft das Mannschaftslied „Jeder für jeden“ zur Fußball-EM auf. Weitaus erfolgreichere Nummer eins-Titel waren freilich Songs wie „Ain’t Nobody“ und „Hot2Touch“.

Damit ist das Line-up für das zehnstündige Festival der elektronischen Musik komplett. Neben Jaehn, der in den kommenden Wochen und Monaten auf Deutschland-Tour ist, spielen auf der Hauptbühne am See der Ruhrgebiets-Hero Moguai sowie Plastik Funk, Charming Horses, Jan-Christian Zeller, Oliver Magenta, MBP. Auf einem zweiten Floor legen DJs aus der Region auf. Die Veranstaltung, die bereits zum 13. Mal stattfindet, dürfte in diesem Jahr mit 10.000 Besuchern im dritten Jahr hintereinander ausverkauft sein.

Karten für den Sundance kosten 35 Euro im Vorverkauf. Infos über die Vorverkaufsstellen gibt’s unter http://www.smagsundance.de/tickets/

Das sagt der Festival-Macher zum Coup mit Felix Jaehn 

Das Seaside Beach am Baldeneysee verwandelt sich am 14. Juli wieder in eine einzige Tanzfläche, wenn dort bereits zum 13. Mal von 12 bis 22 Uhr der SMAG-Sundance mit 10.000 Besuchern steigt. Die Vorbereitungen für das größte Festival der elektronischen Musik in Essen und Umgebung laufen in diesen Tagen auf Hochtouren. Wir trafen Alex P. Jäger, den verantwortlichen Eventmanager der veranstaltenden Lugana Entertainment GmbH, die in der Werdener Ruhrtalstraße im Hause der Mediengruppe Stegenwaller beheimatet ist, zum Gespräch.

Mit der Verpflichtung von Felix Jaehn haben Sie ja jetzt einen ganz dicken Fisch, einen echten Superstar der Dance-Szene, für den Sundance am Baldeneysee an Land ziehen können.

Alex P. Jäger: An Felix Jaehn waren wir schon über ein Jahr lang dran. Und wir sind natürlich stolz, dass es uns gelungen ist, ihn zu verpflichten. Er ist von den drei momentan international angesagtesten deutschen Acts, Robin Schulz, Alle Farben und eben Jaehn, der Künstler, der das beste Gesamtpaket bietet. Er ist intelligent, denkt über das nach, was er macht, sieht gut aus und ist musikalisch sehr vielseitig. Allein die Nummer, die er zusammen mit Herbert Grönemeyer und der Nationalmannschaft zur Fußball-EM 2016 produziert hat, ist ein Beispiel. Und seine Produktionen wie „Cheerleader“, „Ain’t nobody“ und „Hot2Touch“ waren ja in etlichen Ländern riesige Hits und sind nicht nur in den USA durch die Decke gegangen.

Hätten Sie sich vor 13 Jahren beim ersten Sundance erträumt, dass das Festival einmal solche Dimensionen erreicht?

So eine Erfolgsstory schreibt auch ein wenig der Zufall. Wir haben als kleine Beachparty rund um eine Strandhütte mit knapp 2000 Besuchern angefangen. Damals gab’s noch keine sozialen Medien, wir haben mit Flyern und Postern geworben. Heute sind wir mit der riesigen Festival-Bühne, 30 Meter breit und zehn Meter hoch, und der 100 Quadratmeter großen LED-Leinwand, zahlreichen Getränke- und Essensangeboten und diversen Aktionen während des gesamten Tages das größte elektronische Festival in Essen und Umgebung.

Trotzdem: Selbstverständlich ist das alles sicherlich nicht.

Wir haben zwar von Anfang an daran gearbeitet, den Sundance fest zu etablieren und langsam zu wachsen, dass wir aber nun schon im dritten Jahr hintereinander mit jeweils 10 000 Fans ausverkauft sein werden, ist sicherlich nicht selbstverständlich und eine tolle Sache. Wir registrieren bereits jetzt den besten Vorverkauf aller Zeiten, ohne dass der Auftritt von Felix Jaehn bekannt war. Außerdem sind wir ja auch immer vom Wetter abhängig, was aber für unsere Gäste offensichtlich nicht entscheidend ist.

Seid Ihr damals eher zufällig im Seaside Beach gelandet, oder wurde die Location ganz bewusst für die Veranstaltung ausgewählt?

Wir haben uns ganz bewusst für diesen Ort entschieden, weil es ganz einfach der schönste Platz in Essen ist. Wo findet man sonst ein Festival mit einer solchen traumhaften Umgebung mit dem Blick auf den See? Und man kann im Sand tanzen, das unterstreicht den Beach-Charakter und ist quasi schon ein Alleinstellungsmerkmal.

Aber es gab mit dem wachsenden Erfolg doch bestimmt irgendwann einmal die Überlegung, mit dem Festival auf ein anderes, größeres Gelände umzuziehen...

Nein, zu keinem Zeitpunkt. Am Baldeneysee sind wir hochzufrieden. Außerdem sind wir überzeugte Essener, unsere Firma hat ihren Sitz in Werden, hier passt alles. Die Besucher-Kapazität des Geländes ist mit 10 000 Leuten zwar ausgeschöpft, doch das ist für uns genau die richtige Dimension, mit der wir arbeiten können und wollen. Qualität vor Quantität ist das Motto. Wir feilen jedes Jahr daran, mit unseren Angeboten während des Sundance-Tages immer noch ein bisschen besser zu werden.

Wie genau?

Zum einen natürlich, was die Verpflichtung von namhaften DJs betrifft, für die wir auch mal richtig Geld in die Hand nehmen müssen. Und im vergangenen Jahr haben wir das erste Mal einen zweiten Floor installiert, auf dem DJs aus der Region auflegen. Das ist gut angenommen worden, das läuft auch am 14. Juli wieder. Dann machen wir jedes Jahr eine Umfrage, an denen mehrere tausend Leute teilnehmen.

Worum geht es da?

Wir wollen noch mehr über die Wünsche und Bedürfnisse unserer Gäste erfahren. Wir haben ja viel gelernt in den vergangenen Jahren, eben auch aus Fehlern. Da gab es in dem einen Jahr zu wenig Toiletten, in einem anderen zu wenig Wasser. Und aus dem Unwetterabbruch 2010 haben wir ebenfalls unsere Lehren gezogen.

Seit der Loveparade-Katastrophe und aufgrund der allgemeinen Sicherheitslage haben sich die Auflagen für Veranstaltungen dieser Größenordnung ja sehr verschärft. Ist das alles noch zu schultern?

Die Auflagen verschärfen sich von Jahr zu Jahr, doch dafür gibt’s dann auch Lösungen. Wir haben uns auf alles eingestellt, immer wieder beispielsweise mit der Stadt die Pläne überarbeitet, was noch zu optimieren ist. Selbstverständlich muss man mittlerweile auch alle denkbaren Szenarien durchspielen und dafür gewappnet sein. Wir haben inzwischen natürlich das Security-Personal erheblich aufgestockt, und der Verwaltungsaufwand ist zudem unheimlich groß geworden.

Dennoch scheint Ihre Begeisterung für den SMAG-Sundance ungebrochen zu sein...

Weil unser gesamtes Team für dieses Projekt, für diese Musik brennt. Der Aufwand ist in der Tat enorm, da ungefähr zehn Menschen ein ganzes Jahr lang nahezu ausschließlich an diesem Event arbeiten. Aber es macht eben auch uns riesigen Spaß, für unsere Besucher diese Veranstaltung in dieser Location zu organisieren.

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