Abwassersystem

Stadtwerke Essen haben am Baustellentreff viel zu erklären

Roy Daffinger (links), Marina Beratz und Ludger Lappe von der Abteilung Kommunikation und Baustellen stehen drei Tage lang für informative Gespräche in Dellwig zur Verfügung.

Roy Daffinger (links), Marina Beratz und Ludger Lappe von der Abteilung Kommunikation und Baustellen stehen drei Tage lang für informative Gespräche in Dellwig zur Verfügung.

Foto: Rüdiger Hagenbucher

Essen-Dellwig.   Die 20. Kirmes Happy Days in Dellwig nutzen die Stadtwerke Essen, um drei Tage lang über Entflechtung und Umbau des Barchembachs zu informieren.

Senffarbener Sand, ein System grüner Rohre, dazu rot-weiße Schrift- und Bildtafeln: Was die Stadtwerke Essen an diesem Wochenende auf dem Festplatz an der Donnerstraße aufgebaut haben, gleicht einem Abenteuer-Parcours. Tatsächlich ist es aber das Herzstück des Baustellentreffs, der noch bis Sonntag 12. Mai, 17 Uhr, in Sichtweite der Happy-Days-Kirmes auf wissbegierige Anwohner wartet.

Seit 2017 sind die Stadtwerke Essen in Dellwig tätig, um das Bach- und Abwassersystem des Barchembachs zu trennen. Ob am Reuenberg, an der Ripshauser Straße in Dellwig, oben in Frintrop am Donnerberg und an der Frintroper Straße oder rund um den Scheppmannskamp nördlich der Eisenbahnlinie: Überall sind Straßen und Gehwege versperrt, tun sich tiefe Löcher auf und wird die Geduld der Anwohner auf die Probe gestellt. Die Stadtwerke gehen deshalb in eine Informationsoffensive und nutzen die Dellwiger Kirmes, über die ungewöhnlich große Baustelle zu informieren.

Ein Gesamtbild der Entflechtung

Marina Beratz, Roy Daffinger und Ludger Lappe von der Abteilung Kommunikation und Baustellen stehen an drei Tagen bereit, die sich häufenden Fragen zu beantworten. „Um ein Gesamtbild der Entflechtung des Barchembachs geben zu können, haben wir hier das Rohrleitungssystem modellartig nachgebaut“, erklärt Roy Daffinger. So könnte den Dellwigern anschaulicher vermittelt werden, wie kompliziert die Rohre im Stadtteil verlegt werden.

Auf einem mannshohen, mit großflächigen Fotos ergänzten Lageplan kann Ludger Lappe außerdem die Lage der einzelnen Baugruben darstellen. Welche Dimensionen solch eine zehn Meter tiefe Grube hat, kann direkt am Baustellentreff beobachtet werden – wenn man schwindelfrei ist. „Hier treffen die Rohre zusammen, durch die das Abwasser aus Frintrop kommend weiter in Richtung Emscher geleitet wird“, erklärt Roy Daffinger.

Werkstattwagen mit Fernsehkamera

Eher unscheinbar neben der Grube steht ein Werkstattwagen der Stadtwerke. Er verfügt über eine TV-Kamera, mit der das Kanalsystem von innen untersucht werden kann. Mit seiner Hilfe sollen die kritischen Anwohner erkennen können, dass auch in den kleineren Baugruben hart gearbeitet wird, obwohl an der Oberfläche wochenlang eine verdächtige Ruhe herrscht. „In Wirklichkeit leisten die Kollegen dort unten Schwerstarbeit, wenn sie die Erde mit Hilfe von Loren nach oben holen“, zeugt ihnen Ludger Lappe großen Respekt. Wie große die Rohre sind, durch die künftig das Abwasser in Richtung Emscher rauscht, wird ebenfalls eindrucksvoll demonstriert. 1,80 Meter Innendurchmesser ist noch eine normale Dimension, andere Rohre messen sogar 2,40 Meter.

„Wir hoffen, dass am Wochenende viele Bürger uns am Baustellentreffen besuchen“, freut sich Marina Beratz auf viele Gespräche.

>> SAMSTAG UND SONNTAG VON 13 BIS 17 UHR GEÖFFNET

  • Die interaktive Baustellenbesichtigung ist noch bis Sonntag, 12. Mai, auf der Baustelle an der Donnerstraße, neben dem Festplatz möglich.
  • Mitarbeiter der Stadtwerke Essen stehen zur Verfügung am Samstag, 11. Mai, von 13 bis 17 Uhr, sowie am Sonntag, 12. Mai, von 13 bis 17 Uhr.

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