Schule

Stadtteilpolitik: Aula und Sporthalle für Kettwiger Schulbau

Die Schule an der Ruhr am Standort Mintarder Weg wird abgerissen. Bei den Planungen für einen Neubau sollen sowohl eine Aula als auch eine Sporthalle berücksichtigt werden, fordern Politiker.

Die Schule an der Ruhr am Standort Mintarder Weg wird abgerissen. Bei den Planungen für einen Neubau sollen sowohl eine Aula als auch eine Sporthalle berücksichtigt werden, fordern Politiker.

Foto: STEFAN AREND

Essen-Kettwig.  Im Rat appellierte Guntmar Kipphardt (CDU), die Brücker Schule mit Turnhalle und Aula auszustatten. Die Kettwiger SPD fordert dies ebenfalls.

Derzeit grenzen sich die Parteien im Kommunalwahlkampf gerne mit ihren Positionen vom politischen Gegner ab. Es gibt allerdings auch Themen im Stadtteil Kettwig, da vertreten zumindest die beiden großen Volksparteien die gleiche Ansicht. Beispiel: der geplante Neubau der Schule an der Ruhr am Standort Mintarder Weg. SPD wie CDU fordern beide: eine Aula und eine Turnhalle.

Dies bekräftigte in der jüngsten Ratssitzung in der Grugahalle der Kettwiger Ratsherr Guntmar Kipphardt (CDU), als er zum Thema Neubauprojekt Brücker Schule ans Rednerpult ging. Sein Appell: „Auch die neue Brücker Schule benötigt eine Aula und eine Turnhalle.“ Damit geht der Christdemokrat konform mit der Forderung der Kettwiger Sozialdemokraten, die schon im Juni Bedarf für beide Räume reklamierten. Und Kipphardt trägt damit auch das gleichlautende Votum der Bezirksvertretung IX mit in die übergeordneten Gremien.

Kämmerer will aus finanzielle Erwägungen nur eins von beidem

„Die aktuellen Überlegungen des Stadtkämmerers, bei einem Neubau der Schule an der Ruhr am Standort Mintarder Weg aus finanziellen Erwägungen entweder nur eine Aula oder nur eine Sporthalle zu realisieren, stoßen bei der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung IX auf absolutes Unverständnis“, äußerte deren Vorsitzender Daniel Behmenburg in einer Stellungnahme vor einigen Wochen.

„Das widerspricht allen Planungen, die uns bisher vorgestellt wurden. Auch die Bezirksvertretung hat sich ganz eindeutig für Sporthalle und Aula ausgesprochen. Bei der Aula hätten wir uns sogar noch etwas mehr als geplant vorstellen können“, sagt Behmenburg. Man unterstütze hier deutlich die Fachleute aus dem Schul- und Baubereich. „Wenn man eine Schule neu baut, dann sollte man es auch richtig machen – zukunftsgewandt auf der Höhe der Zeit.“

Aula diente bisher verschiedenen Veranstaltungen

Nicht nur den Schulsport, auch die Vereinsaktivitäten solle man im Blick haben: Hallenzeiten seien in Kettwig Mangelware, die Vereine deshalb dringend auf die Sporthallen der Schulen angewiesen. Eine Grundschule brauche aber auch eine Aula. Das dürfe nicht gegeneinander ausgespielt werden, appellieren die Sozialdemokraten.

Guntmar Kipphardt (CDU) sieht es genauso: „Der Neubau der Brücker Schule darf nicht hinter dem jetzigen Raumangebot zurückbleiben. Die Aula wurde vielfach weit über die schulischen Belange genutzt: Sie war lange Zeit Heimat der Deutschen Kabaretttage, Ort verschiedener Veranstaltungen wie Märchentheater oder Lesungen und diente den Menschen in Vor der Brücke als Versammlungsort.“ Und auch Guntmar Kipphardt verweist auf die Bedarfe der Sportvereine mit einer eigenen Halle.

Es gibt bald neue Schulbauleitlinien

Der von beiden Parteien getragene Appell dürfte vermutlich sogar Früchte tragen: Wohl noch in diesem Monat werden die neuen Schulbauleitlinien verabschiedet. Diese sehen explizit bei einem Neubau von Schulen die Prüfung von Aula und Turnhalle verbindlich vor.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben