Grünanlagen

Stadtgarten: Essens ältester Park erhält neue 34 Sitzbänke

Genießen ihre Pause auf einer der neuen Bänke im Stadtgarten (v.l.): Cornelia Hertin, Michael Sonnabend und Nadine Bühring. Grün und Gruga hat die gesamte Parkanlage mit neuen Sitzmöbeln ausgestattet.

Genießen ihre Pause auf einer der neuen Bänke im Stadtgarten (v.l.): Cornelia Hertin, Michael Sonnabend und Nadine Bühring. Grün und Gruga hat die gesamte Parkanlage mit neuen Sitzmöbeln ausgestattet.

Foto: Kerstin Kokoska

Essen-Südviertel.   Grün und Gruga investierte 12 000 Euro für die Ausstattung. Wie der klimaökologische Umbau nach den Verlusten durch den Sturm „Ela“ weitergeht.

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Aufgeräumt, geputzt, gemäht und von altem Laub, Holz und Dickicht befreit – so strahlt der Stadtgarten, der pünktlich zum Saisonanfang schon die ersten Grillabende überstanden hat. Aber es wurden nicht nur die üblichen Gartenarbeiten verrichtet – Essens älteste Grünanlage erhielt auch 34 neue Sitzbänke.

„Das war auch dringend notwendig“, bestätigt Andreas Bergknecht von Grün und Gruga. 12 000 Euro hat das städtische Unternehmen in die neuen Bänke investiert, „wir haben uns für ein ganz robustes, aber trotzdem formschönes Modell entschieden“. Bergknecht liegt der Stadtgarten besonders am Herzen: Als Abteilungsleiter von Grün und Gruga ist er für den städtischen Park zuständig und koordiniert alle nötigen Arbeiten.

Umsetzung des Zukunftskonzeptes

Dazu gehört nicht nur die Erneuerung der Bänke, sondern auch die Umsetzung des Zukunftskonzeptes für den Park. Das wurde nach Sturm Ela im Jahr 2014 erstellt, „da hatten wir 30 schöne alte Laubbäume verloren. Das hat das Gesicht des Stadtgartens verändert“. Entsprechend machte man sich bei Grün und Gruga Gedanken über einen sinnvollen klimaökologischen Umbau der innenstadtnahen Grünanlage.

„Wir haben neue Wege angelegt, haben auf den Freiflächen Stauden gesetzt und in den vergangenen vier Jahren sukzessive 23 Laubbäume nachgepflanzt.“ Das seien allesamt sturmfeste Sorten, die den veränderten Klimabedingungen viel besser standhalten. Aber sie werden sicherlich noch Jahre brauchen, bevor die Stadtgartenbesucher unter ihren schattenspendenden Kronen grillen können.

Nicht nur Sturm Ela ließ Bäume fallen, auch das Alter setzte manchem grünen Riesen zu: So der uralten Trauerweide am Teich, die Jahrzehnte ein grünes Markenzeichen des Stadtgartens war und vor zwei Jahren das Zeitliche segnete. Auch sie wurde an gleicher Stelle nachgepflanzt. „Jetzt fehlt eigentlich nicht mehr viel, um das Konzept zu vollenden“, sagt Bergknecht.

Appell an alle Parkbesucher

Für die beginnende Saison hofft der 55-jährige Abteilungsleiter, dass sich trotz intensiver Nutzung des Stadtgartens („die ist ausdrücklich erwünscht“) das Müllproblem in Grenzen hält. „Ich appelliere an die vielen Besucher: Haltet den Park sauber. Davon haben wir alle was.“ Dafür wurden die großen Mülleimer wieder aufgestellt. Zudem reinigen die Entsorgungsbetriebe den Park inklusive Uferfläche drei Mal wöchentlich.

Worauf die Besucher auch in diesem Jahr umsonst hoffen, ist eine Toilette: „Da muss ich leider passen. Es wird keine durch die Stadt betriebene öffentliche Toilettenanlage geben.“

>> Diese Festivitäten stehen an

Auch in diesem Jahr wird der Stadtgarten wieder bespielt: Zwar nicht so ausgiebig, wie im Grünen Hauptstadtjahr, aber die Bürger können sich wieder auf die „Park Sounds“ (von 18. bis 22. Juni) freuen.

Ob beim Kulturpfadfest am 8. Juni auch der Stadtgarten zur Bühne wird, steht noch nicht fest. Dafür aber der Termin für das Fest „Food, Wine & Music“, das vom 10. bis zum 12. August in Essens ältesten Park lockt.

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