Schulpolitik

Stadt sieht keine Überlastung der Käthe-Kollwitz-Schule

Über die Zukunft des alten Hausmeisterhäuschens rechts neben dem Schuleingang wurde gestritten, eine mögliche Verpachtung wird noch von der Stadt geprüft. Von dieser Entscheidung unabhängig bleibt die Forderung von Elternvertretern, mehr Platz für die Betreuung im Offenen Ganztag zu schaffen.

Foto: Ulrich von Born

Über die Zukunft des alten Hausmeisterhäuschens rechts neben dem Schuleingang wurde gestritten, eine mögliche Verpachtung wird noch von der Stadt geprüft. Von dieser Entscheidung unabhängig bleibt die Forderung von Elternvertretern, mehr Platz für die Betreuung im Offenen Ganztag zu schaffen. Foto: Ulrich von Born

Essen-Rüttenscheid.  Keine Veränderungen in der Schule am Rüttenscheider Christinenpark geplant. Eltern beklagen sich über die Situation in der Nachmittagsbetreuung.

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An der Zukunft eines heruntergekommenen Gebäudes neben der Käthe-Kollwitz-Schule entzündete sich ein Streit, der Eltern auf die Barrikaden brachte und die rot-rot-grüne Koalition in der Bezirksvertretung II zerbrechen ließ. Ob dort nun ein Büdchen mit Kultureinschlag einziehen darf, wird die Stadt entscheiden. Die Eltern der Grundschüler nebenan fordern davon unabhängig aber immer noch: Mehr Platz für die Kinder! Das Schulverwaltungsamt sieht allerdings derzeit keinen Handlungsbedarf.

„Die Käthe-Kollwitz-Schule ist ausgelastet, aber nicht überlastet“, sagt Jasmin Trilling, Pressesprecherin der Stadt. „Dass alle Räume der Schule in Benutzung sind, ist uns bekannt. Wenn eine weitere Klasse dort hinein sollte, würde das nicht klappen. Aber das ist im Moment auch nicht geplant“, habe das Schulverwaltungsamt mitgeteilt. An der Zügigkeit soll sich also in absehbarer Zeit nichts ändern.

Prüfung der Situation ist „dynamischer Prozess“

Damit dürfte sich auch nichts an der laut Stadt gerade noch vertretbaren Auslastung ändern. Doch ein Mittel bleibt der Schule noch, sagt Trilling: „Wenn es akute Platzprobleme gebe, könnte das die Schulleitung an die Stadt melden.“

Davon unabhängig würden aber weiterhin regelmäßig Faktoren wie Geburtenrate und städtebauliche Entwicklung geprüft, um auf zusätzlichen Bedarf zu reagieren. In diesem „dynamischen Prozess“ arbeite man auch mit der Bezirksregierung und dem Land zusammen. Im Moment, so heißt es aus dem Rathaus, müsse man sich dazu für die Käthe-Kollwitz-Schule gar keine Gedanken machen.

Probleme während des Offenen Ganztags

Das sehen offenbar einige Eltern anders. „Der Diskussionspunkt ist die Nachmittagsbetreuung“, betont Frank Heinze vom Vorstand des Schulfördervereins. Klagen zum normalen Schulbetrieb gebe es seiner Kenntnis nach tatsächlich nicht, sagt er. Das Problem stelle sich während des Offenen Ganztags (OGS) ein. 225 Schüler würden nach Unterrichtsende in neun Gruppen mit je 25 Kindern betreut. „Wenn sie nachmittags draußen spielen können, verteilt es sich einigermaßen, aber an Regentagen ist das eine ordentliche Auslastung“, sagt Heinze.

Vier Räume würden für den OGS zur Verfügung stehen. Die seien so beschaffen, wie man es für die Betreuung auch braucht: nicht vollgestellt mit Tischen und Stühlen, sondern mit Platz zum Spielen und Herumtollen. Damit nicht knapp 60 Kinder hier gleichzeitig in einem Raum stehen, müsse gut organisiert und rotiert werden zwischen Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung in den Klassen und Spielen in den originären vier Räumen des OGS. „Durch diese Gestaltung schafft man es“, sagt Heinze, „mit den Räumen auszukommen – mehr schlecht als recht“.

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