Tempokontrollen

Stadt Essen will die A 40-Blitzer vor Vandalismus schützen

Die Stadt Essen will die A 40-Blitzer an der Buderuskurve besser  schützen. 

Foto: Knut Vahlensieck

Die Stadt Essen will die A 40-Blitzer an der Buderuskurve besser schützen.  Foto: Knut Vahlensieck

Essen.   Die beschädigten A40-Blitzer an der Buderuskurve sind wieder in Betrieb. Die Stadt Essen will die Radargeräte besser vor Vandalismus schützen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die erneut mutwillig zerstörten A 40-Radargeräte an der Buderuskurve, Höhe Frillendorf, sind innerhalb kürzester Zeit repariert worden. Bereits seit Freitag werden wieder alle Temposünder in beide Fahrtrichtungen geblitzt. Die Stadt Essen überlegt jetzt erneut mit dem Hersteller, wie die vier 260 000 Euro teuren Blitzer vom „Typ Traffistar S 350“ besser vor Vandalismus geschützt werden können. Eine Lösung ist aber noch nicht gefunden worden. Von den Tätern fehlt jede Spur.

In der Nacht vom 12. auf den 13. Juli sind die Scheiben der beiden Blitzer in Fahrtrichtung Dortmund zertrümmert worden. Die Stadt hält es für möglich, dass die Tat nicht nur von einer Person begangen wurde. Denn beschädigt wurden sowohl ein Blitzer in der Mittellage an der Spurbus-Strecke als auch ein Gerät am rechten Rand der Autobahn. Hierfür hätte aber ein und derselbe Täter zu Fuß die Autobahn queren müssen.

Vandalen setzten Essener Blitzer außer Betrieb

Erst einen Monat zuvor, in der Nacht vom 14. auf den 15. Juni wurden zwei Blitzer (Richtung Dortmund und Essen) in der Mittellage der A 40 mit roter Farbe besprüht, so dass sie kurzfristig außer Betrieb genommen werden mussten. Auch hier stellte die Stadt Strafanzeige gegen Unbekannt. Der entstandene Schaden wird durch eine Versicherung beglichen.

Die Stadt Essen will die Laser-Radargeräte besser schützen und hat Kontakt mit der Herstellerfirma aufgenommen. „Aber bisher sehen wir keine Möglichkeit“, gibt Rathaus-Referentin Jasmin Trilling zu bedenken.

130 000 Tempoverstöße in nur 13 Monaten

Das Problem: Werden die Blitzer umzäunt, fehlt das Sichtfeld zu den Autos. Die Radargeräte wären dann nicht mehr einsatzbereit. „Die wären dann zwar sicher, können aber nicht mehr blitzen“, so die Referentin.

Die hochmodernen Blitzer waren im Oktober 2015 an der Buderuskurve installiert und scharf gestellt worden. Allein in den ersten 13 Monaten stellte die Stadt dort 130 000 Geschwindigkeitsverstöße fest. Ein Raser wurde mit 192 km/h ertappt. Erlaubt ist dort maximal Tempo 100. Die erwarteten Bußgeldeinnahmen beziffert die Stadt mit 70 000 Euro pro Monat.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (18) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik