Spatenstich

Sportverein baut neues Bootshaus und Toilette am Baldeneysee

Massiver als erwartet erwies sich die Mauer des alten Bootshauses des Eisenbahner-Sportvereins Kupferdreh (ESVK). Da konnte Oberbürgermeister Thomas Kufen unter kundiger Anweisung beim offiziellen Spatenstich noch so viel mit der Baggerschaufel klopfen. Es regte sich nichts am Gemäuer.

Massiver als erwartet erwies sich die Mauer des alten Bootshauses des Eisenbahner-Sportvereins Kupferdreh (ESVK). Da konnte Oberbürgermeister Thomas Kufen unter kundiger Anweisung beim offiziellen Spatenstich noch so viel mit der Baggerschaufel klopfen. Es regte sich nichts am Gemäuer.

Foto: STEFAN AREND

Essen-Kupferdreh.   Spatenstich am Baldeneysee: Am Hardenbergufer haben am 27. Mai die Arbeiten am neuen Bootshaus des Eisenbahner-Sportvereins Kupferdreh begonnen.

Startschuss für das neue Bootshaus des Eisenbahner-Sportvereins Kupferdreh (ESVK): Am Samstag, 25. Mai, lud Vorsitzender Klaus Bongartz zum offiziellen Spatenstich auf das Vereinsgelände am Hardenbergufer am Baldeneysee. Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen kam dabei eine tragende Rolle zu, sollte er doch unter fachmännischer Aufsicht höchstpersönlich den Abriss der maroden Immobilie beginnen. Doch die erwies sich standfester als erwartet. Da konnte Kufen noch so viel mit der Baggerschaufel klopfen, die Mauer blieb standhaft.

Dem ehrgeizigen Projekt des ESVK, dessen Planung bereits im Jahr 2015 begann, tut dies allerdings keinen Abbruch: „Die Chancen, dass wir hier planmäßig bis Ende 2020 ein neues Bootshaus samt Kiosk und Außengastronomie einweihen können“, stehen bestens“, freut sich Bongartz.

Der Vorsitzende des ESVK selbst hatte damals die „Interessengemeinschaft ESVK 2020“ gegründet, eine Gruppe ausgewählter Fachleute mit Architekten, Handwerkern und externen Beratern, die den Sportlern mit ihrem Know-how seitdem zur Seite standen. Damals fehlte allerdings noch das Geld, um das 500.000-Euro-Projekt zu stemmen. „Doch nun sind wir zuversichtlich, dass wir hier planmäßig und pünktlich Vollzug melden werden.“

Öffentliche Toilettennutzung und Kiosk sind gesichert

Als der Neubau-Plan im Vorjahr konkrete Formen annahm, da fehlte den Sportlern vom Baldeneysee noch knapp die Hälfte des notwendigen Eigenanteils in Höhe 100.000 Euro, also 20 Prozent der Gesamtkosten. Die sind mittlerweile zusammengekommen – auch dank der Hilfe der Bezirksvertretung (BV) VIII, die 25.000 Euro für die geplante Toilettenanlage bewilligte. Drei davon wird es künftig geben, darunter auch eine barrierefreie für behinderte Menschen. „Die Toiletten bleiben zwar unser Eigentum, doch wir werden gegen ein Toilettengeld von 50 Cent öffentlich zugängig machen“, verspricht Bongartz. Ein möglicher weiterer Zuschuss der Stadtteilpolitiker für das Gesamtprojekt steht noch aus, hat Bongartz erfahren.

Überhaupt geht der rund 700 Quadratmeter umfassende Neubau weit über die Belange der Sportler hinaus, die dringend eine neue Bleibe für ihre rund 80 Boote brauchen. „Zusammen mit dem Bootshaus, bildet der Kiosk samt Außengastronomie und Toiletten ein Ensemble, das künftig das Entrée Osttor entscheidend mitprägen soll. Zumal später Übernachtungsmöglichkeiten mit 25 Betten, samt Versammlungsraum inklusive Gymnastikraum folgen sollen.

Essener Konsens sitzt nun mit im Boot

Dies alles rief auch das Interesse des Essener Konsens hervor. Das Netzwerk verschiedener Kooperationspartner, das mit Beschäftigungsmaßnahmen die Lebens- und Standortqualität in Essen verbessern will, sorgt dafür, dass auch die Essener Arbeit-Beschäftigungsgesellschaft (EABG), die Langzeitarbeitslose wieder in den Arbeitsmarkt bringt, fest mit im Boot sitzt. Noch vor dem Winteranbruch 2019 soll eine zweigeschossige Halle stehen. Auch, deshalb. damit „die Arbeiter der EABG über die Jahreswende im trockenen arbeiten können“, wie Bongartz sagt.

Das Grundstück des Eisenbahner-Sportvereins mit seiner Gaststätte Gleis 2 liegt direkt am Baldeneysee zwischen der ehemaligen Eisenbahnbrücke und dem komfortablen Hangar des Hespertalbahn-Vereins. Für den Neubau des ESVK wurde die Parzelle jedoch gelinde verändert. Bongartz: „Wir haben 465 Quadratmeter Grund dazugekauft, im gleichen Atemzug jedoch 60 Quadratmeter über die Stadt an die Hespertalbahner abgetreten, weil die mehr Platz zum Rangieren brauchten.“ Insgesamt befinden sich nun 3365 Quadratmeter Fläche im Besitz der Wassersportler – schuldenfrei.

Info-Monitore im Außenbereich angedacht

Die weiteren Gelder für den Neubau sollen mit Hilfe der Sport- und Bäderbetriebe Essen (bereits 80.000 Euro bewilligt), dem Landessportbund und der NRW-Bank realisiert werden. Dies alles im Rahmen einer so genannten Sportstättenbau-Finanzierung. „Die Anträge dazu wurden bereits gestellt“, sagt Bongartz.

Noch in den Kinderschuhen steckt eine weitere Idee von ihm: In der Außenanlage am Zaun sollen – so die Planung – insgesamt vier Monitore aufgestellt werden. Vor Witterung und Vandalismus durch Sicherheitsglas und Metallbox geschützt. „Auf diesen Monitoren könnten sich zum einen die Essener Marketing-Gesellschaft, die Weiße Flotte Baldeney, die Hespertalbahn und natürlich unser Verein selbst vorstellen und ihre Programme, Aktionen und aktuelle News präsentieren.“

Bislang gab es dazu jedoch noch kein Feedback, ob dazu auch Nachfrage besteht.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben