Kommentar

Sorgen in der Essener Innenstadt vor Niveauverlust sind berechtigt

Foto: WAZ

Das boomende Internetgeschäft macht der Einkaufsstadt schwer zu schaffen. In der Kettwiger etwa droht deshalb das Niveau des Geschäftsbesatzes zu sinken.

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Erinnern Sie sich noch an Roskothen und Boecker, an Baedeker und Cramer & Meermann? Es sind lauter verschwundene Geschäfte, die einst weit über Essen hinaus zum guten Ruf der Einkaufsstadt beitrugen.

Das Betrübliche heute: Eine Renaissance des Einzelhandels ist nicht in Sicht. Stattdessen sind – Beispiel Kettwiger – die Folgen zu besichtigen, die der boomende Internet-Handel verursacht. Wenn die Käuferströme abnehmen, sinken nicht nur die Ladenmieten. Auch das Niveau im Geschäftsbesatz nimmt ab. Die Angst, die Kettwiger könne quasi weggeklickt werden und zur Ramsch-Meile absteigen, mag übertrieben sein. Aber der Trend ist betrüblich: Es scheint auf der stolzen Einkaufsstraße leicht bergab zu gehen. Bloß wie gegensteuern? Durch Events?

Für Flair sorgen übrigens nicht nur teure Boutiquen. Ein Beispiel: Immer noch wird dem legendären Café Overbeck nachgetrauert. Zu Recht. Denn es war nicht nur ein gemütlicher Ort für Flaneure, es hat auch die Einkaufsstadt belebt.

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