Fußball

So viel Rot-Weiss Essen steckt im Deutschen Fußballmuseum

Manuel Neukirchner (l.), Michael Welling und die Bergmannstatue „Kurze Fuffzehn“.

Manuel Neukirchner (l.), Michael Welling und die Bergmannstatue „Kurze Fuffzehn“.

Foto: oh

Essen.   Spielerpass von Otto Rehhagel, Endspiel-Ball, „Kurze Fuffzehn“ und mehr: RWE ist in Dortmund gut vertreten und plant kein eigenes Museum.

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Besucher des Deutschen Fußballmuseums in Dortmund wollen meist den goldenen WM-Pokal sehen. Und die silberne Meisterschale. Danach landen sie garantiert bei Exponaten aus Essen. Und von Rot-Weiss Essen. „Wir sind da schon beeindruckend gut vertreten. Vor allem für einen Viertligisten. An die Präsenz kommen Bundesligisten wie Red Bull Leipzig oder Hoffenheim nicht annähernd heran“, sagt RWE-Boss Michael Welling mit einem Augenzwinkern.

RWE und Essen sind durchaus erstklassig präsent. „Wir haben allein 20 richtig tolle Exponate aus der Stadt und von Rot-Weiss“, hat Manuel Neukirchner durchgezählt. Der muss es wissen: Er ist Essener, bekennender RWE-Fan und, nun ja, Direktor des Deutschen Fußballmuseums.

Helmit Rahn und Otto Rehhagel

Schon am Anfang der Ausstellung, die viele Essener in die zweite Metropole des Ruhrgebiets zieht, stößt der Besucher auf Helmut Rahn vom Leseband im damaligen Katernberg. Der schoss Deutschland 1954 zum WM-Titel. Rahns linker Schuh aus dem Finale und ein Kohlekreuz, das er immer bei sich trug, finden sich in der Ausstellung. Es folgen, unten anderem, der Spielerpass von Otto Rehhagel, die Original-Wimpel vom Meisterschaftsfinale 1955 und der hellbraune Lederball, mit dem RWE im Finale den Titel holte.

„Wichtiger Teil der deutschen Fußballgeschichte“

„Ich habe dafür gesorgt, dass RWE angemessen vertreten ist“, sagt Manuel Neukirchner lächelnd und erklärt: „Rot-Weiss ist ein wichtiger Teil der deutschen Fußballgeschichte und hat viele Spuren hinterlassen.“ Das zeigen auch Devotionalien wie die Bergmannstatue „Kurze Fuffzehn“, die Fußball und Bergbau, zwei Klammern der Region, verbindet. Oder der Bauchladen mit Eintrittskarten aus dem Georg-Melches-Stadion. Oder ein Werbeplakat für die Betriebsportwoche bei Krupp aus dem Jahr 1938 mit Sportappell und Werbe-Schießabend, das die hervorgehobene Bedeutung der Leibesübungen zu dieser Zeit aufzeigt. Über 200 000 Besucher haben die Stücke aus Essen und von RWE im ersten Museumsjahr gesehen.

Rot-Weiss Essen hat natürlich noch weitaus mehr originelle Devotionalien aus der Vereinsgeschichte. Wie den handgeknüpften Teppich von der großen Südamerika-Tournee 1954. Die Stücke sind im Stadion und Haus der Essener Geschichte ausgestellt. Oder eingelagert. Genug Erinnerungen für ein eigenes Museum hätte der Verein. „Aber da ist aktuell nichts geplant. Uns fehlen Raum und ein richtiges Konzept“, sagt Michael Welling.

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