Buchvorstellung

Sigis Sieberts fünfter Kriminalfall spielt in Essen-Werden

Krimiautor Klaus Heimann hat für seinen fünften Fall mit der Hauptfigur Sigi Siebert den Stadtteil Werden als Handlungsort ausgewählt. Krimis, die in Borbeck und Kettwig spielen, werden bald folgen.

Krimiautor Klaus Heimann hat für seinen fünften Fall mit der Hauptfigur Sigi Siebert den Stadtteil Werden als Handlungsort ausgewählt. Krimis, die in Borbeck und Kettwig spielen, werden bald folgen.

Foto: Carsten Klein

Essen-Werden.  Krimiautor Klaus Heimann lässt in „Tod einer Bikerin“ seinen pensionierten Kommissar Sigi Siebert zwischen Wesselswerth und Brehminsel ermitteln.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Sigi Siebert kann es nicht lassen. Eigentlich sollte der Hauptkommissar a.D. seinen wohlverdienten Ruhestand mit Ehefrau Lotte genießen, doch so wie die Katze das Mausen nicht sein lassen kann, so hat Sigi das Schnüffeln noch nicht verlernt. Den nunmehr fünften Fall mit seiner Hauptfigur Sigi Siebert siedelt Krimiautor Klaus Heimann dabei in Essen-Werden an: „Tod einer Bikerin“ lautet der Titel.

„Ich suche immer nach Tatorten, die zu der Story passen, die ich im Kopf habe“, erzählt Klaus Heimann. In Haarzopf und Stoppenberg war sein Hauptkommissar bereits unterwegs. „Und an Werden kommt man einfach nicht vorbei, wenn man an der Ruhr unterwegs ist“, sagt der 60-Jährige lachend. Wir treffen ihn im Bürgermeisterhaus, wo er am 28. November sein neues Buch zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorstellt. Auch der Werdener Kulturtempel spielt in seinem Roman eine Rolle, genauso wie die Brehminsel, die Neukircher Mühle, die Heckstraße und der Radschnellweg Richtung Mülheim.

Tatort ist eine Wohnung in der Straße Wesselswerth

Tatort ist aber zunächst einmal eine Wohnung in der Straße Wesselswerth. Eine Frau wurde erschossen. Ihr Partner schlief zur Tatzeit im Nachbarzimmer. Er hatte aber von der Tat nichts bemerkt, weil er sturzbetrunken war. Die Polizei, respektive Sigis ehemaliger Kollege Erich, hält den Mann nicht für den Täter. Er berichtet Sigi von dem merkwürdigen Fall bei einem Thekenabend. Im Gespräch mit seiner Frau Lotte erinnert sich Sigi, dass er den Partner der Ermordeten kennt. Es ist ein gemeinsamer Schulkamerad. „Und da packt ihn wieder das alte Jagdfieber“, sagt Klaus Heimann.

„Werden fiel mir auf, weil es so viele markante Punkte gibt, die Basilika, die Altstadt, die Wege an der Ruhr. Wäre das ein Ort im Sauerland, würde das vom Marketing groß hervorgehoben werden. Essen verweist zumeist nur auf das Weltkulturerbe Zollverein“, bedauert er.

Umso lieber lässt er Sigi, den Nicht-Autofahrer, durch die Brandstorstraße und die weiteren kleinen Gässchen in der Werdener Altstadt radeln. Und: Der Titel lässt es erahnen, dem Bikertreff Haus Scheppen stattet der Kommissar a.D. ebenfalls einen Besuch ab. Seine Kollegen aus dem Kommissariat und Ehefrau Lotte werden wie immer ebenfalls in den Fall involviert.

Der Ermittler Sigi Siebert liebt die Ordnung

War Sigi Siebert im Erstling „Taxi zum Nordkap“ erst im letzten Drittel des Romans in Erscheinung getreten, so wechselte der Autor schon im darauffolgenden Buch die Perspektive und lässt Sigi seitdem selbst erzählen. Kleine Marotten wie die ungespülte Kaffeetasse gönnt er seiner Figur. Ansonsten ist der Kommissar im Alltag extrem ordnungsliebend. „Da werden sogar die Papiere auf der Schreibtischunterlage gerade ausgerichtet.“ Und gerechtigkeitsliebend. „Die Täter müssen bestraft werden, das treibt ihn als Schnüffler an.“

So sind denn die nächsten beiden Bände mit dem unermüdlichen Ermittler bereits druckreif: Im Herbst 2020 wird es einen Borbecker Fall geben, 2021 ist Kettwig dran.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben