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Segensfeier für werdende Eltern geht ans Herz

Pfarrerin Juliane Gayk (r.) und Pastoralreferentin Astrid Jöxen (l.) segnen die werdenden Eltern – ein bewegender Moment für die Paare.

Foto: Stefan Arend / FUNKE Fototservices

Pfarrerin Juliane Gayk (r.) und Pastoralreferentin Astrid Jöxen (l.) segnen die werdenden Eltern – ein bewegender Moment für die Paare. Foto: Stefan Arend / FUNKE Fototservices

Essen.   Ein Ökumenischer Segnungsgottesdienst in der Kirche am Elisabeth-Krankenhaus: Zwei Paare erzählen von Schwangerschaft und Vorfreude.

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Die vier Pärchen erheben sich andächtig, stehen im Kreis vor dem Altar der Kirche am Elisabeth-Krankenhaus. Es herrscht eine ruhige, ganz intime Stimmung – im Hintergrund leise Klaviermusik. Liebevoll legen die Männer den Arm um ihre Frauen, die alle ein Kind unter ihrem Herzen tragen.

Die Paare warten auf die Segnung durch Pfarrerin Juliane Gayk und die katholische Pastoralreferentin Astrid Jöxen. Einem Paar nach dem anderen legen die Kirchenfrauen ihre Hände auf die Schultern, sprechen ein paar wenige ruhige Worte – und segnen sie. Für das kommende Jahr, für die Zukunft als Eltern.

„In einem Kind wird Gottes Geheimnis erfahrbar“

„Wir wollen das Leben feiern“, eröffnet Astrid Jöxen die ökumenische Segensfeier für werdende Eltern. Sie schaut in die Runde. Sie blickt in glückliche, erwartungsvolle Gesichter. Die werdenden Mütter und Väter erbitten an diesem Dienstag vor Weihnachten den Beistand Gottes für das neu entstehende Leben. Juliane Gayk spricht aus, was sie in die Kirche kommen ließ: „Es entsteht etwas, das wir nicht in der Hand haben. Ein Kind ist ein Wunder, in dem etwas von Gottes Geheimnis erfahrbar wird.“

Nina und Martin Höing freuen sich auf ihr erstes Kind – einen Jungen. Sie sind überwältigt von diesem „Geheimnis Gottes“: „Dass aus diesem pulsierenden Punkt, der beim ersten Ultraschall zu sehen war, ein fertiger Mensch wird, ist faszinierend“, sagt Nina. Sie erlebe die Schwangerschaft ganz bewusst und genieße jeden Moment. Ehemann Martin schaut strahlend auf seine schwangere Frau. In der vergangenen Woche konnte er das erste Mal das Herz seines Sohnes schlagen hören – einfach so, erzählt er, als er sein Ohr auf den Bauch seiner Frau legte.

„Am meisten freuen wir uns darauf, zu dritt zu sein. Eine richtige Familie“, sagt Nina. Und ihren größten Wunsch für 2017 teilen die beiden wohl mit allen werdenden Eltern: „Nichts anderes, als ein gesundes und fröhliches Kind.“

Die ganze Familie freue sich auf den Nachwuchs – es ist auch das erste Enkelkind für die Großeltern. „Er wird in unserer Familienwiege aus dem 19. Jahrhundert schlafen“, erzählt Nina stolz. Am 8. Februar soll er kommen. Die Namen der beiden Ur-Großväter tragen. Welche das sind, behalten Nina und Martin für sich.

Auf der Suche nach dem richtigen Namen

In Sachen Namen sind Maria Garcia Lora und Ehemann Björn Ahaus noch nicht ganz so weit. Nur eines ist klar: Der Name für das Baby, das sich für den 16. Februar angekündigt hat, muss auf Spanisch und Deutsch funktionieren. Der dreijährige Sohn heißt Samuel, diesmal wird es ein Mädchen.

Für Maria und Björn war schon immer klar, dass Samuel ein Geschwisterkind bekommen soll. Bei Samuel sei die Schwangerschaft noch sehr spannend für das Paar gewesen, erzählen sie. „Jetzt läuft sie für mich eher nebenher“, sagt Björn. „Samuel steht mehr im Fokus.“ Maria empfindet das zweite Mal hingegen erschwerlicher: „Der Köper leidet mehr, aber das ist wohl normal“, sagt sie.

Dass sie jedoch wisse, was bei der Geburt auf sie zukommt, beruhigt Maria. Sie ist einfach nur gespannt, wie die Kleine aussieht: „Wird es ein Samuel in Mädchenform?“ Der Dreijährige wird bald die Rolle des großen Bruders übernehmen. „Er spürt, dass etwas passiert. Aber was da genau auf ihn zukommt, weiß er nicht“, sagen Maria und Björn. Sie lächeln sich an: „Wir – ja auch nicht wirklich.“

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