Kommentar

Schul-Essen: Stadt muss sich endlich bewegen

Redakteur Martin Spletter kommentiert die Lage der Schulen beim Thema Mahlzeiten.

Redakteur Martin Spletter kommentiert die Lage der Schulen beim Thema Mahlzeiten.

Foto: WAZ

essen.   Die städtische Gastro-Tochter RGE stoppt den Snack-Verkauf an manchen Schulen. Das ist für die Betroffenen ein echtes Problem.

Dem städtischen Kantinen-Betrieb RGE ist kein Vorwurf zu machen. Eigentlich. Denn auch eine städtische Tochterfirma muss auf ihre Kosten kommen, ist zum Brötchenverkauf an Schulen nicht verpflichtet, und wenn die Schüler die warmen Tellergerichte nun mal nicht wollen, die in der RGE-Küche gekocht werden . . .

Kinder benötigen ein zusätzliches Brötchen

Wer so argumentiert, kennt den Alltag an Schulen nicht. Kaum eine Familie ist in der Lage, ihrem Kind so viele Brote mitzugeben, dass es ohne zusätzliches Brötchen vom Schulkiosk durch den langen Tag kommt. Auch ein Erwachsener isst nicht mit Genuss, was nach stundenlanger Warmhalterei an den Ganztagsschulen auf den Tellern ankommt. Die Betroffenen dramatisieren keineswegs, wenn sie von einer „Katastrophe“ sprechen.

Die RGE muss sich endlich bewegen

Die RGE muss sich endlich bewegen. Ihr Angebot besser machen, dazu zählt auch ein zeitgemäßes Vorbestell- und Buchungssystem – und ein Snack-Angebot. Schulen, die das Glück haben, nicht auf die Dienste der RGE angewiesen zu sein, machen vor, wie es geht – ohne Eltern-Engagement kommt man da allerdings meistens nicht aus.

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