Schauspiel

Schauspiel Essen sucht Jugendliche aus dem Norden

Die Stadtautobahn A40 trennt Essen in einen reicheren Süden und einen ärmeren Norden. Das Schauspiel Essen macht diese Trennung in einer neuen Produktion zum Thema.

Foto: Ulrich von Born

Die Stadtautobahn A40 trennt Essen in einen reicheren Süden und einen ärmeren Norden. Das Schauspiel Essen macht diese Trennung in einer neuen Produktion zum Thema. Foto: Ulrich von Born

Essen.   Jugendliche aus dem Essener Norden sollen sich bei der Spielfassung des neuen Stücks „Der Prinz, der Bettelknabe und das Kapital“ einbringen.

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Mitten durch Essen verläuft die A 40. Diese Autobahn ist nicht nur die meistbefahrene Strecke im Ruhrgebiet, sie teilt auch die Stadt in einen reicheren Süden und einen ärmeren Norden. Diesen Umstand nimmt das Schauspiel Essen in dieser Spielzeit zum Anlass, in der Inszenierung „Der Prinz, der Bettelknabe und das Kapital“ (frei nach Mark Twain) die Lebensverhältnisse in den unterschiedlichen Stadtteilen zu beleuchten.

Und da Regisseur Volker Lösch, der im Grillo-Theater bereits unter anderem „Rote Erde“ und „Das Prinzip Jago“ inszeniert hat, junge Menschen zu Wort kommen lassen möchte, sucht das Theater derzeit Jugendliche ab 15 Jahren, die Lust haben, ihre Geschichten zu erzählen und zusammen mit den professionellen Schauspielern auf der Bühne zu stehen und zu spielen.

„Gemeinsam mit den Jugendlichen wollen wir uns dem Thema der wachsenden Arm-Reich-Schere in Deutschland und der Kinder- und Jugendarmut in Essen widmen“, so Lösch, „und wir möchten von den Jugendlichen erfahren, wie sie diese gesellschaftliche Situation persönlich erleben und einschätzen und was sie sich für ihre Zukunft wünschen“. Außerdem wollen Lösch und sein Team mit ihnen darüber reden, wie eine Gesellschaft aussehen müsste, in der diese Differenzen nicht mehr existieren. Kurz: Die Theatermacher wollen den Jugendlichen mit all ihren Themen eine Plattform auf der großen Bühne geben, denn die erarbeiteten Statements werden als Texte in die Spiel-Fassung eingearbeitet.

Lehrerinnen und Lehrer aus der gesamten Stadt sowie Fachleute, die sozialpädagogisch oder in ähnlicher Weise mit jungen Menschen in den nördlichen Stadtteilen arbeiten, bittet das Schauspiel Essen nun um Unterstützung:

Diejenigen, die Jugendliche kennen, für die das Projekt von Interesse wäre und die Lust auf professionelles Theater und Interesse am Film haben, sollten sich mit der stellvertretenden Intendantin und Chefdramaturgin Vera Ring unter 81 22310 oder per E-Mail an vera.ring@schauspiel-essen.de in Verbindung setzen und einen Gesprächstermin vereinbaren.

Premiere im Februar

Eine Voraussetzung fürs Mitmachen ist, dass die Schülerinnen und Schüler ab Mitte Dezember bis zur Premiere von „Der Prinz, der Bettelknabe und das Kapital“ am 17. Februar 2018 Zeit für Theaterproben haben.

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