Konzert

Sänger Clueso begeistert Zuhörer in Essener Kirche

Sänger Clueso spielte in Essen an einem ungewöhnlichen Ort – der Kreuzeskirche.

Foto: Socrates Tassos

Sänger Clueso spielte in Essen an einem ungewöhnlichen Ort – der Kreuzeskirche. Foto: Socrates Tassos

Essen.   500 Fans, die ihre Karten gewonnen hatten, durften beim Konzert dabei sein. Der Sänger zeigte sich von seiner besten Seite.

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Sonst spielt er in großen Hallen vor tausenden Menschen – seinen Auftritt in Essen kann man dagegen schon als Privatkonzert bezeichnen. Vor 500 Leuten hat der deutsche Sänger Clueso, alias Thomas Hübner, am Samstag bei seinem Auftritt im Rahmen der WDR 2 Tour 2017 die Bühne gerockt. Im weißen T-Shirt und lässiger, schwarzer Jacke spielte der 37-Jährige zusammen mit seiner Band einen Mix aus 16 Jahren Musikkarriere – von Swing über Rap bis zum Big-Band-Sound.

„Wie ein größeres Wohnzimmer – unglaublich“ beschreibt Clueso den außergewöhnlichen Veranstaltungsort: die Kreuzeskirche in der Innenstadt. Die hohen Decken und bunten Scheinwerfer-Lichter dort wirken einfach toll. „Die Akustik ist bombastisch und so ein kleines Konzert ist auch viel intensiver, wir sind so nah dran“, schwärmt Claudia Heitz aus Münster.

Die Stimmung stimmt von Anfang an

Durch die intime Atmosphäre ist das Publikum schon nach den ersten Sekunden gepackt. Beim ersten Lied „Neue Luft“ wippen die Zuhörer mit, beim zweiten Song „Neuanfang“ singen sie schon lauthals den Text mit, schwenken die Arme in der Luft und wollen danach gar nicht aufhören, zu jubeln und zu klatschen.

Karten konnte man nur gewinnen, unter anderem durch eine Verlosung der WAZ. Birte Schwarz aus Frohnhausen hat deshalb aus dem Urlaub ihre Mutter damit beauftragt, es unbedingt zu versuchen – mit Erfolg. „Er singt schöne, gefühlvolle Texte und ist so bodenständig, ein netter Junge von nebenan“, beschreibt sie den Erfurter.

Später spielt er Luftgitarre

Clueso singt einen Mix aus alten und neuen Liedern. Er rappt das Lied „Egal wo“ von 2004, singt seine Hits „Chicago“ und „Gewinner“ und spielt Aktuelleres wie „Achterbahn“. Der Erfurter kann es rockig, aber auch schmusig. Bei der Ballade „Wenn du liebst“ bekommt er Unterstützung durch die australische Sängerin Kat Frankie, und so manche Frau im Publikum seufzt. Danach springt Clueso wieder über die Bühne, spielt Luftgitarre und zieht sich später auch noch das T-Shirt über den Kopf.

Komiker ist der Sänger auch noch: Bevor er das Lied „Cello“ anspielt, erzählt Clueso verrückte Geschichten über die Abenteuer mit seinem „großen Bruder“ Udo Lindenberg. Die beiden haben 2014 Lindenbergs Hit „Cello“ neu interpretiert. Der Altrocker soll im Backstage-Bereich eine Trennwand mit einem Messer zerschnitten haben, dann durchgestiegen sein und gewitzelt haben: „Clueso guck mal: der große Durchbruch.“ Durch die Zusammenarbeit hat Clueso anscheinend auch gelernt, Lindenberg nahezu perfekt zu imitieren. Mit nasaler und tiefer Nuschel-Stimme beschreibt Clueso die Stimmung in der Kirche: „Das geht hier ab wie’n Zäpfchen.“

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