Nahverkehr

S-Bahnlinie 6 bleibt in Essen noch bis 1. April gesperrt

Hier rollt kein Zug mehr: Die Gleise der S6 auf Stadtwalder Gebiet an der Eschenstraße. In sechs Metern Tiefe verläuft ein alter Stollen.

Foto: Kerstin Kokoska / FUNKE Foto Services

Hier rollt kein Zug mehr: Die Gleise der S6 auf Stadtwalder Gebiet an der Eschenstraße. In sechs Metern Tiefe verläuft ein alter Stollen. Foto: Kerstin Kokoska / FUNKE Foto Services

Essen.   Der Zugverkehr zwischen Hauptbahnhof und Essen-Werden ruht: Ein alter Bergbau-Schacht wird verfüllt. Auch die wichtige Pendler-Linie S6 ist betroffen.

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Die Strecke der S-Bahn-Linie 6 bleibt zwischen Werden und Hauptbahnhof voraussichtlich noch bis Mittwoch, 1. April, gesperrt. Das teilte am Sonntag Peter Hogrebe mit, Dezernent der Arnsberger Bezirksregierung. Sie ist für alte Bergbauschächte verantwortlich.

In Stadtwald, direkt unter dem Gleis der Bahnlinie, wird vom heutigen Montag an ein alter Schacht verfüllt, der zur ehemaligen Kleinzeche „Nikolaus“ gehörte. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde hier Kohle abgebaut.

Tagesbruch brachte Schacht ans Licht

Nachdem im Gleisbett verdächtige Mulden aufgetreten und an der Eschenstraße ganz in der Nähe des Gleises ein kleiner Tagesbruch entdeckt worden war, war die Strecke am Freitag gesperrt worden.

Seitdem haben die Bergbau-Experten der Bezirksregierung rund 25 Probe-Bohrungen im direkten Umfeld der Funde durchgeführt – Ergebnis: Der alte Stollen mit dem Namen „Plaßhofsbank“, der in sechs Metern Tiefe liegt, muss sicherheitshalber verfüllt werden.