Lesung

Russland-Kritiker Sorokin liest in Essener Buchladen

Die Buchhandlung Proust in Essen.

Die Buchhandlung Proust in Essen.

Foto: Lars Heidrich

Essen.   Vladimir Sorokin gilt in Russland als scharfer Kritiker des Systems. Am 12. April kommt er für eine Lesung in die Buchhandlung Proust.

Vladimir Sorokin gilt als einer der bedeutendsten Schriftsteller Russlands, aber auch als einer der schärfsten Kritiker der politischen Verhältnisse in Russland.

Er spielt gerne mit neuen Formen und provoziert mit seiner Prosa. Für das Werk „Der himmelblaue Speck“ wurde er 2002 in Russland wegen Pornographie angeklagt. Mit seiner neuen Novelle „Pferdesuppe“ kommt das Entfant terrible der russischen Literatur am Donnerstag, 12. April, 20 Uhr in die Buchhandlung Proust.

Schriftsteller hat ganz eigenen Blick auf die Sowjetunion

Im Rahmen der Reihe „Literatur: Literatur!“ blickt Vladimir Sorokin mit der ihm eigenen Art auf die letzten Tage der Sowjetunion und die ersten Tage des wilden Kapitalismus. „Dieses Buch“, so Sorokin, „ist für mich eine Art Denkmal zweier Epochen: der zerfallenen Sowjetunion und des aufblühenden wilden Kapitalismus im neuen Russland.“

„Pferdesuppe“ widmet sich dabei auf ganz eigene Art der Erotik des Essens. Diese erlebt Olja, als sie nach dem Urlaub am Schwarzen Meer mit Freunden zurück nach Moskau fährt. Im Zugrestaurant lernt sie einen Mann kennen, den fasziniert, wie sie isst. Noch bevor die Fahrt zu Ende ist, verabreden die beiden einen Deal – und Merkwürdiges geschieht …

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