Zollverein

Essener Ruhrmuseum steigert Besucherzahlen 2017 deutlich

Schätzungsweise 1,5 Millionen Menschen besuchten 2017 das Welterbe-Gelände von Zollverein.

Schätzungsweise 1,5 Millionen Menschen besuchten 2017 das Welterbe-Gelände von Zollverein.

Foto: Jochen Tack/Stiftung Zollverein

Essen.   Zunahme um 7 Prozent auf 230 000 Besucher. Insgesamt kamen 2017 rund 1,5 Millionen Menschen aufs Zollverein-Areal, schätzt die Stiftung.

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Das Unesco-Welterbe Zollverein ist 2017 – ähnlich wie in den Jahren davor – von rund 1,5 Millionen Menschen besucht worden. Nach Angaben der Stiftung Zollverein waren darunter 450 000 zahlende Besucher.

Die Ausstellungen des Ruhrmuseums seien überdurchschnittlich gut besucht worden. Neben der ständigen Ausstellung in der Kohlenwäsche hätten vor allem die großen Sonderausstellungen „Der geteilte Himmel. Religiöse Vielfalt an Rhein und Ruhr“ und „Grün in der Stadt Essen. Mehr als Parks und Gärten“ Interessierte angezogen. Insgesamt zählte das Ruhrmuseum im vergangenen Jahr 230 000 Besucher. Das entspreche einer Steigerung von circa 7 Prozent im Vergleich zu 2016.

30 Führungsformate auf dem Denkmalpfad

Hinzu kämen weitere 150 000 Personen, die 2017 auf dem Denkmalpfad das Welterbe-Areal erkundeten. „Ein weiterer Zuwachs an Besuchern“, bilanziert die Stiftung. Der Denkmalpfad biete 30 verschiedene Formate an – von täglichen Führungen durch die Übertage-Anlagen von Zeche und Kokerei bis hin zu Spezialführungen.

Rechne man die Besuchszahlen des Ruhrmuseums, des Denkmalpfads und des Portals der Industriekultur zusammen, hätten 2017 insgesamt rund 450 000 Personen das museale Angebot der Stiftung Zollverein wahrgenommen. Allein im Bereich dieser Angebote beliefen sich die Einnahmen der Stiftung Zollverein auf 1,7 Millionen Euro.

Dass die Einnahmen im Ruhrmuseum im Vergleich zu 2016 um etwa 20 Prozent gesunken seien, wird auf drei wesentliche Veränderungen zurückgeführt. Zum einen sei der freie Eintritt für Kinder und Jugendliche von bislang 14 Jahren auf 18 Jahre erhöht und dann auch auf alle Studenten erweitert worden.

Erhebung durch „standardisiertes Abfrage-Verfahren“

Ferner seien vier eintrittsfreie Tage eingeführt worden: das Zechenfest, der Maustag („Sendung mit der Maus“), Internationaler Museumstag und Welterbetag. Angebote, die insbesondere Menschen aus dem Bezirk Zollverein einen kostenlosen Museumsbesuch ermöglichen sollen. Der wichtigste Grund sei die politische Entscheidung gewesen, bei der Grüne-Hauptstadt-Ausstellung keinen Eintritt zu erheben.

Gut eine Million Zollvereinbesucher sind bei Großveranstaltungen (u. a. Extraschicht, Zechenfest, Geocaching Festival, Ruhr Triennale, Konzerte etc.) gezählt worden oder als Tagesbesucher (Pact Zollverein, Red Dot Design Museum, Besucher von Veranstaltungen in den Eventlocations und der gastronomischen Angebote, eintrittsbefreite Angebote im Bereich der kulturellen Bildung, Ferienangebote, Workshops etc.).

Kürzlich war gemutmaßt worden, die Zahl der Tages- und Großveranstaltungsbesucher könnte aufgerundet worden seien, um die Besucherstatistik vorteilhafter aussehen zu lassen. Die Stiftung Zollverein weist jedoch darauf hin, dass die Besuchszahlen jährlich in einem standardisierten Abfrage-Verfahren erhoben würden. Dabei handele es sich allerdings nicht um eine streng wissenschaftliche Erhebung. „Da das Gelände frei zugänglich und nicht für alle Veranstaltungen/Besuchsanlässe eine Einlasskarte erforderlich ist, ist eine lückenlose Erhebung nicht möglich“, so die Stiftung in einer Presseerklärung. Bei den Zahlen handele es sich zum Teil um Erfahrungswerte.

>>> 22 000 auf der Kokerei-Eisbahn

Die Eisbahn-Saison an der Kokerei Zollverein ist am Sonntag, 7. Januar, zu Ende gegangen. Trotz des durchwachsenen Wetters ist die Stiftung mit den 22 000 Besuchern zufrieden.

Die Eisbahn ist seit 17 Jahren das Highlight des Winters. Besucher können vier Wochen lang entlang der Koksofenbatterie ihre Bahnen ziehen und sich im Eisstockschießen messen.

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