Nahverkehr

Ruhrbahn sucht bisher vergeblich geeignete E-Busse

Foto: Heinrich Jung

Essen.   Die Ruhrbahn will in 15 Jahren ihre Busflotte auf abgasfreie Antriebe umstellen. Den Elektrobus der Zukunft hat sie aber noch nicht gefunden.

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Die Umstellung der Busflotte der Ruhrbahn auf umweltfreundliche Elektroantriebe könnte länger dauern. Die Verkehrsgesellschaft sieht derzeit keine E-Bus-Modelle auf dem Markt, die die Anforderungen der Ruhrbahn erfüllen. Konkret: Auch E-Busse müssen im Liniendienst auf Dauer wirtschaftlich sein.

Die Ruhrbahn hat sich zum Ziel gesetzt, in 15 Jahren nur noch mit abgasfreien Linienbussen zu fahren und die entsprechende Infrastruktur zu schaffen. Dafür beauftragte sie das Aachener Büro „ebusplan“ mit einer Machbarkeitsstudie, deren Ergebnisse in den nächsten Tagen veröffentlicht werden sollen.

E-Busse sind noch zu teuer

Dem Ruhrbahn-Aufsichtsrat wurde vergangene Woche empfohlen, die weitere aktuelle Entwicklung auf dem Elektrobus-Markt noch abzuwarten. Die Erfahrungen anderer Verkehrsunternehmen, die Elektrobusse testen, seien noch nicht überzeugend. Bemängelt wurden der hohe Preis, die Störanfälligkeit und der Wartungsaufwand.

Die Ruhrbahn wird daher erst mit nur einer Linie starten, auf der Elektrobusse fahren. Welche Strecke es sein wird, will der Verkehrsbetrieb in Kürze mitteilen.

Für das Aufladen der Batterien wurde offenbar eine Lösung gefunden. Die Ruhrbahn will dafür vorhandene Einrichtungen des Straßenbahn-Netzes nutzen.

Eine sukzessive Umstellung der Busflotte (185 Fahrzeuge) auf Elektroantrieb erfolgt erst, wenn geeignete Serienmodelle zu Verfügung stehen. Als erste deutsche Stadt will Wiesbaden das bis 2022 schaffen.

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