DRK-Seniorenzentrum

Seniorenzentrum profitiert von Erbe: Notrufsystem zugelegt

Zur Übergabe der Notrufknöpfe und zu einer kleinen Feier im DRK-Seniorenzentrum Rüttenscheid trafen sich (v.l.): Christian Krebber (DRK), Mechthild Legowski, Sabine Reimann (beide Soroptimist Essen-Süd) und Raimund Fiedler (DRK-Heimleiter).

Zur Übergabe der Notrufknöpfe und zu einer kleinen Feier im DRK-Seniorenzentrum Rüttenscheid trafen sich (v.l.): Christian Krebber (DRK), Mechthild Legowski, Sabine Reimann (beide Soroptimist Essen-Süd) und Raimund Fiedler (DRK-Heimleiter).

Foto: Martin Horn / FUNKE Foto Services

Rüttenscheid.  Irma Schwarz war eine engagierte Frau. Auch nach ihrem Tod hilft sie noch. Dank ihres Erbes schafft das DRK-Seniorenzentrum ein Notrufsystem an.

Diese Entscheidung hätte der Verstorbenen gefallen. Da waren sich alle Beteiligten der kleinen Feierstunde im DRK-Seniorenzentrum Rüttenscheid einig. Zu Lebzeiten war Irma Schwarz eine engagierte Frau, die anderen Menschen viel Gutes getan hat. Das tut sie nun auch über ihren Tod hinaus: Irma Schwarz hatte verfügt, dass aus ihrem Erbe etwas angeschafft wird, das den Bewohnern des Seniorenzentrums an der Henri-Dunant-Straße das Leben leichter macht. So ist es jetzt geschehen. In Form eines mobiles Notrufsystems.

Für viele pflegebedürftige oder gehandicapte Menschen in der Senioreneinrichtung ist der Alltag mit dieser Unterstützung sehr viel sicherer geworden. Sie können dank des Geldsegens ab sofort einen Notrufknopf an einem Armband tragen oder an einer Kette um den Hals. Ohne störende Kabel, die zu einer Stolperfalle werden könnten. Und obendrein jederzeit zur Hand, wenn Hilfe benötigt wird. Sei es im Badezimmer, auf dem Flur oder unterwegs im Zimmer.

Irma Schwarz war dem Deutschen Roten Kreuz eng verbunden

24.000 Euro aus dem Nachlass der vor zwei Jahren im Alter von 95 Jahren verstorbenen Essenerin konnten dafür eingesetzt werden. Einhundert dieser Notrufknöpfe wurden angeschafft. „Das wird ganz im Sinne von Irma Schwarz gewesen sein“, sagt Einrichtungsleiter Raimund Fiedler und betont, dass sich das DRK-Seniorenzentrum als ein offenes Haus versteht, in dem die Bewohner so mobil wie möglich leben sollten.

Irma Schwarz hat selbst die letzten fünf Jahre ihres Lebens in der Einrichtung verbracht. Sie war dem Deutschen Roten Kreuz Jahrzehnte lang eng verbunden. Zunächst hatte sie beim DRK in leitender Funktion gearbeitet und sich anschließend im Ruhestand ehrenamtlich weiter engagiert. Aber nicht nur hier. Die Bundesverdienstkreuzträgerin zählte außerdem zu den Gründungsmitgliedern des Soroptimist International Clubs Essen-Süd. Seit 1974 gehörte sie zu der Gemeinschaft. Selbst da noch, als sie im Seniorenzentrum wohnte und nicht mehr zu den Treffen gehen konnte. Die Soroptimisten waren es auch, die sich als Testamentsverwalter für das mobile Notrufsystem entschieden hatten.

Weiteres Gründungsmitglied der Soroptimisten Essen-Süd dabei

„Irma Schwarz hat uns in all den Jahren viele Anregungen gegeben“, sagt Sabine Reimann, Präsidentin der Soroptimisten Essen-Süd. Bei den Soroptimisten handelt es sich um einen weltweit aktiven Service-Club für Frauen in verantwortlichen Positionen. Der Verbund setzt sich für Menschenrechte und Gleichstellung der Geschlechter ein und füllt diese Idee durch viele Projekte mit Leben. Zu Schwarz’ Herzensanliegen bei den Soroptimisten zählte die Unterstützung der Schule am Wasserturm, die traditionell von vielen Kindern mit Migrationshintergrund besucht wird.

Die Übergabe der Notrufknöpfe in der DRK-Senioreneinrichtung wurde von Applaus, von vielen lieben Worten und auch von Mechthild Legowski begleitet, die neben Irma Schwarz zu den Gründungsmitgliedern des Club-Ablegers Essen-Süd zählt. „Wir haben uns vorgestellt, dass Irma Schwarz währenddessen auf einer Wolke sitzt und zufrieden zu uns nach unten schaut“, sagt Sabine Reimann.

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