Umbau

Rüttenscheider Haumannplatz bleibt eine Dauerbaustelle

Ein Spielgerät wurde bereits abmontiert. Es soll durch einen Spielturm ersetzt werden.

Ein Spielgerät wurde bereits abmontiert. Es soll durch einen Spielturm ersetzt werden.

Foto: Jennifer Schumacher

Essen-Rüttenscheid.   Neben den Stadtwerken hat nun auch Grün und Gruga mit Arbeiten am Haumannplatz begonnen. Der Park wird an vielen Stellen ausgebessert.

Den Anwohnern am Haumannplatz wird einiges abverlangt: Seit mittlerweile zwei Jahren sind die Straßen rund um eine der ältesten Grünanlagen der Stadt eine Dauerbaustelle. Das verursacht nicht nur Lärm und Dreck.

Vor allem die mit den Arbeiten verbundenen Baumfällungen hatten die Nachbarn in der beschaulichen Altbausiedlung geärgert.

Ziehen sich die Kanalarbeiten der Stadtwerke aktuell noch hin, hat mittlerweile auch Grün und Gruga damit begonnen, den kleinen Park zu bearbeiten. Für rund 170.000 Euro wird der Haumannplatz einer Schönheitskur unterzogen. So sollen etwa die Wege umfangreich ausgebessert werden. Darüber hinaus wurde bereits ein Spielgerät abmontiert. Es soll in den nächsten Wochen durch einen zwei Meter hohen Turm mit Kletterwand und Rutsche ersetzt werden.

Baustellenfläche der Stadtwerke bleibt bis Juni

Auch die benachbarte Hundewiese gegenüber dem Polizeipräsidium wollte Grün und Gruga ursprünglich in diesem Frühjahr angehen: So ist geplant, die Natursteinmauer zu erneuern und neue Stauden in den Hochbeeten zu pflanzen. So wie es aussieht, müssen diese Arbeiten aber weiter verschoben werden: Denn nach wie vor sind die Stadtwerke auf die Abstellfläche angewiesen, auf der nun seit Anfang 2017 das schwere Baugerät gelagert wird.

Ursprünglich hatten die Stadtwerke den Grünstreifen bereits Ende vergangenen Jahres räumen wollen. Nun bleibt die Baustellenfläche aber wohl noch bis Juni bestehen, wie eine Anfrage bei den Stadtwerken ergab. „Wir unterqueren derzeit in einem Stollen die Alfredstraße und werden unterirdisch das neue Rohr an den vorhandenen Kanal anschließen“, erklärt Stadtwerke-Sprecher Dirk Pomplun den aktuellen Sachstand.

Grundwasser bringt höheren Arbeitsaufwand mit

Da das Grundwasser im Stollen einen höheren Arbeitsaufwand mit sich bringe, müssten nun entgegen der Planung Stahlrohre verbaut werden. Dadurch verzögere sich die ganze Baumaßnahme um rund zwei Monate, so Pomplun. Das sei mit Grün und Gruga auch abgesprochen worden. Inwieweit sich die Schönheitskur auf dem Haumannplatz dadurch verzögert, ist noch nicht absehbar.

Da die Baumaßnahme noch nicht abgeschlossen sei, habe die Bezirksvertretung II noch keine Mittel für zusätzliche Neuanpflanzungen bereit gestellt. „Wir werden uns das nochmal ansehen, sobald alle Bauarbeiten beendet sind“, sicherte Grünen-Politikerin Elke Zeeb zu, die sich gemeinsam mit weiteren Bezirkspolitikern im vergangenen Jahr für eine umfassende Ersatzbepflanzung eingesetzt hatte. Unter anderem auch für die Baustellenflächen der Stadtwerke hatten viele Bäume gefällt werden müssen.

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