Radverleih

Neue Metropolrad-Station an Haltestelle Kleine Lenbachstraße

An der Haltestelle Kleine Lenbachstraße/Ecke Kaulbachstraße soll schon bald eine neue Metropolradstation eingerichtet werden.

Foto: STEFAN AREND

An der Haltestelle Kleine Lenbachstraße/Ecke Kaulbachstraße soll schon bald eine neue Metropolradstation eingerichtet werden. Foto: STEFAN AREND

Essen-Holsterhausen.   Bezirksvertretung III segnet Metropolradstandort in Holsterhausen ab. Station ist die elfte im Bezirk, dessen Auslastung über Stadtniveau liegt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Der Umstieg vom Auto und der Bahn auf das Fahrrad fällt den Essenern offensichtlich immer leichter: Derzeit betreibt allein das Unternehmen Nextbike in Essen über 60 Stationen unter dem Namen Metropolradruhr. Zehn dieser Stationen sind im Bezirk III zu finden – und schon bald kommt eine weitere an der Haltestelle „Kleine Lenbachstraße“ hinzu. Darauf einigten sich nun die Bezirksvertreter in ihrer jüngsten Sitzung.

Im Rahmen der Umbaumaßnahme Kaulbachstraße wurden dort nicht nur Radfahrstreifen angelegt, sondern auch die Haltestelle „Kleine Lenbachstraße“ neu hergerichtet. Der Betreiber Nextbike sieht dort die Chance einer sinnvollen Ergänzung zum bestehenden Angebot an Radstationen im Bezirk III. So soll der neue Standort künftig die Wohngebiete im westlichen Holsterhausen erschließen und ein Angebot für Fahrten zum Gemarkenplatz sowie zu den benachbarten Stadtteilzentren in Frohnhausen und Rüttenscheid bieten.

Wohngebiete im westlichen Holsterhausen erschließen

Der BV-Beschluss pro neue Radstation fiel mehrheitlich, jedoch gegen die Stimmen der CDU-Fraktion. Man wolle nicht einen Anbieter bevorzugen, hieß es in der Begründung. Dass die Initiative in diesem Fall vom Betreiber selbst ausging, sei allerdings mittlerweile durchaus gängige Praxis. „Aber auch die BV selbst habe der Verwaltung schon Vorschläge für sinnvolle Standorte solcher Radstationen unterbreitet“, erklärt Bezirksvertreterin Heike Kretschmer (Die Linke). „Generell“, so betont Kretschmer, „sollte es bei Neugestaltungen von Haltestellen Usus sein, solche Optionen zu prüfen.“

Aus gutem Grund, denn die Ausleihzahlen von Fahrrädern in Essen steigen stetig. Lag die Zahl der Radleihen im Jahr 2016 noch bei 33 294, legten die Ausleihen auf 43 978 im Jahr 2017 (ohne Dezember) zu. Was einer Steigerung von um die 30 Prozent entspricht.

Immer mehr Menschen steigen aufs Rad

Im Bezirk III wurden im Jahr 2017 insgesamt 15 598 Fahrräder ausgeliehen und zurückgegeben. „Dies entspricht eine Steigerung gegenüber 2016 um 22 Prozent“, rechnet Heike Kretschmer vor. Im stadtweiten Vergleich verzeichnen die bislang zehn Stationen im Bereich der BV III mit je 1560 Bewegungen sogar eine überdurchschnittlich hohe Auslastung. „Und dies, obwohl die Station Uniklinikum wegen Straßenbauarbeiten vorübergehend abgebaut werden musste, was zu 25 Prozent weniger Fahrten führte.“ Wann die Station wieder geöffnet wird, ist noch nicht entschieden. Jedoch steuerten die Radnutzer das Klinikum weiterhin in nennenswerter Zahl an und stellten die Mieträder behelfsweise in allgemeinen Radständern ab.

Deshalb laden Heike Kretschmer und Bezirksvertreter Udo Seibert (Die Linke) am Donnerstag, 22. Februar, zum Bürgergespräch auf den Holsterhauser Markt ein. Von 15 bis 17.30 Uhr möchten beide erfahren, wo sich die Bürger weitere Radstationen in Holsterhausen vorstellen könnten. „Auch über das Sanierungskonzept ,Gute Schule’ im Bezirk III wollen wir dort informieren“, so Kretschmer.

>> ZAHLEN ZU RADLEIHSTATIONEN

Die Radstation an der Gemarkenstraße verzeichnete im Jahr 2017 mit 4107 Ausleihen den größten Betrieb im Bezirk III und legte zu 2016 um 20 Prozent zu.

Weitere Radstationen im Bezirk III: Breslauer Straße (2173), Frohnhauser Platz (1862), Uniklinik (1617), Westbahnhof (1508), Gervinusstraße (1459), Röntgenstraße (1186) Eingang Gruga (1035), Margarethenhöhe (542), Schweriner Straße (109).

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (1) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik