Essen-Rüttenscheid.

AfD macht mit Flyer Stimmung gegen Rüttenscheider Shisha-Bar

Die Eröffnung der Sisha-Bar ist für Ende April geplant.

Die Eröffnung der Sisha-Bar ist für Ende April geplant.

Foto: Jennifer Schumacher

Essen-Rüttenscheid.   Mit Flyern kritisiert die AfD die Ansiedlung einer Shisha-Bar am Rüttenscheider Stern. Für die IGR ist das „primitive politische Agitation“.

Die bevorstehende Eröffnung einer Shisha-Bar am Rüttenscheider Stern hat der Essener Kreisverband der Alternative für Deutschland (AfD) als Anlass zur Stimmungsmache genommen: „Wird die Rü zur Altendorfer Straße 2.0.?“ fragt die Partei auf einem zweiseitigen Flyer, der am Montag offenbar an mehrere Haushalte verteilt worden ist.

Abgesehen davon, dass die Betreiber der Shisha-Bar „The Pipe“ aus Berlin stammen und keinen muslimischen Hintergrund haben, schürt die AfD auf dem Flyer gezielt Ängste gegen diese Bevölkerungsgruppe. So überspitzt die AfD maßlos, in dem sie fragt, ob sich die Rü „vom Boulevard zum Basar“ wandle.

Eröffnung der Shisha-Bar für Ende April geplant

Für Rolf Krane, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Rüttenscheid, sind die Flyer Ausdruck „primitiver politischer Agitation“ und „Panikmache“. Dabei leugnet Krane nicht, dass auch die Interessengemeinschaft Rüttenscheid die Ansiedlung der Shisha-Bar kritisch verfolge. „Es ist aber ja nicht so, als würden wir nichts machen. Wir haben sowohl mit den Behörden als auch mit dem Betreiber und dem Vermieter gesprochen und unsere Bedenken vorgetragen“, sagt Krane, der appelliert erstmal abzuwarten: „Ich kann nicht über etwas klagen, das noch gar nicht da ist.“

Aktuell planen die Betreiber die Eröffnung Ende April, vor dem Tanz in den Mai.

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