Kreativführer

Rüttenscheid soll mehr sein als Gastro und Shopping

Suchen noch nach Kreativen und Kulturschaffenden, die sich vorstellen wollen: Rolf Krane (Interessengemeinschaft Rüttenscheid), Künstlerin Gabriele Hüsgen (Galerie Dieserart) und Werbefachmann Reinhard Pietrass.

Suchen noch nach Kreativen und Kulturschaffenden, die sich vorstellen wollen: Rolf Krane (Interessengemeinschaft Rüttenscheid), Künstlerin Gabriele Hüsgen (Galerie Dieserart) und Werbefachmann Reinhard Pietrass.

Foto: Socrates Tassos

Essen-Rüttenscheid.  Kreative, Künstler und Kulturschaffende aus Rüttenscheid werden in einem Buch vorgestellt, um ein anderes Bild des Stadtteils zu zeigen.

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Einen Gastroführer für den Stadtteil oder ein Branchenbuch für den Einzelhandel dort, das passt sicherlich zu Rüttenscheid. „Das würde ich auch gerne machen“, sagt Rolf Krane, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Rüttenscheid (IGR). „Aber dann kam Gabriele Hüsgen – und sie ist nun mal in der Kreativszene.“ Gemeinsam mit der Künstlerin entstand die Idee zu einem Kreativführer für den Stadtteil, an dem nun auch Grafiker Reinhard Pietrass mitarbeitet. Rüttenscheid soll sich Besuchern in Zukunft von einer neuen Seite zeigen.

„Wir wollen etwas für das Image Rüttenscheids als Kultur-, Kreativ- und Kunststandort tun“, sagt Krane. Datensätze mit Kurzinformationen und Kontaktadressen könne man einfach ins Internet stellen, „davon habe ich genug, aber was wir planen, ist etwas Repräsentatives, etwas zum Gucken“.

Fünf Theater, viele Galerien und Ateliers

Ein Buch mit ungefähr 200 Seiten soll dabei herauskommen, auf denen sich Kreative mit Bild und Text vorstellen. „Im Unterschied zu einem Verlag müssen wir damit keinen Gewinn machen“, erklärt Krane. Mit 50 Euro könnten die Kreativen in das Projekt einsteigen, das Buch soll dann ab November in mindestens 5000 Exemplaren vorliegen und kostenlos verteilt werden, auch außerhalb Essens.

„Leute in der ganzen Region kennen den Stadtteil – wegen der Restaurants. Aber Rüttenscheid ist mehr als Gastro“, sagt Hüsgen. „Die wenigsten wissen, dass wir einige Galerien haben, Ateliergemeinschaften, mehrere Theater:“ Das Angebot bekannt zu machen, sei ein Aspekt des Kreativführers. „Der andere: Wir sind hier überhaupt nicht vernetzt, keiner weiß vom anderen.“ Das könne sich durch das Buch ändern.

Kreative Geschäfte sollen auch aufgeführt werden

Schwer sei jetzt, eine Grenze bei der Auswahl der Beteiligten zu ziehen. „Kreativ ist ein dehnbarer Begriff“, sagt Krane. „Es gibt auch sehr kreative Geschäfte und Händler, die eigentlich Handwerker sind und kreativ arbeiten.“ Die Angebote am Rande des Themas werde man wohl auch aufnehmen, aber in kürzerer Form.

„Ein Manko ist noch, dass wir die Musikszene nicht so gut kennen“, erklärt Reinhard Pietrass. Es gibt so viele freischaffende Musiker, die können sich gerne noch bei uns melden.“ Der Kreativführer sei einerseits für den Endverbraucher interessant, andererseits eine gute Werbung, um neue Aufträge zu gewinnen. Allerdings bestehen die Macher darauf, dass die Kreativen, die sich vorstellen, aus dem Stadtteil kommen. Eine Ausnahme macht man aber dann doch für einen großen Namen in der Kunstszene, räumt Krane ein: „Das Museum Folkwang, das grenzt doch direkt an Rüttenscheid.“

>>> Kreative für Kompendium gesucht

Das Konzept des Kreativführers wird im Internet auf der Seite www.ruettenscheid.de unter „IGR Events“ erklärt. Dort sind Kontaktmöglichkeiten aufgeführt.

Das Buch soll im November vorgestellt werden und zum
Start in einer Auflage von mindestens 5000 Exemplaren erscheinen.

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