Stadtteil-Serie (16)

Rüttenscheid: „Mir tun alle leid, die nicht in Rüttenscheid wohnen“

Essen-Rüttenscheid im Wandel: rechts das Girardethaus, gegenüber das Bürohaus „Rü-Kontor“.

Essen-Rüttenscheid im Wandel: rechts das Girardethaus, gegenüber das Bürohaus „Rü-Kontor“.

Foto: WAZ FotoPool

Essen-Rüttenscheid.   Franz Bischoff ist leidenschaftlicher Ur-Rüttenscheider. Er sieht den Charakter Rüttenscheids nicht in Gefahr. Folge 16 unserer Serie "60 Minuten in..." mit neuen Multicopter-Aufnahmen, vielen Bildergalerien und einem Multimedia-Spezial.

Wer Franz Bischoff auf einen Spaziergang durch Rüttenscheid begleitet, der unternimmt automatisch eine kleine Zeitreise – zurück in jene Jahrzehnte, als die Kneipen noch „Mausegatt“, „Gutenbergklause“ oder „Schottenstübchen“ hießen und Knobeln noch ein Volkssport war. Den Wandel hin zum pulsierenden Amüsierviertel, in dem ein Latte Macchiato mindestens ebenso gefragt ist wie ein gepflegtes Pils, beurteilt der 68-Jährige, der 1978 die Traditionsgaststätte „Brenner“ eröffnete, dennoch positiv: „Mir tun alle Leute leid, die nicht hier wohnen“, sagt Bischoff aus Überzeugung.