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Rot-Weiss Essen zeigt Nazi-Doku nach Hooligan-Eklat im Stadion

Hooligans hatten die Vorführung des Dokumentarfilm „Blut muss fließen - Undercover unter Nazis“ in den Räumen des Awo-Fanprojekts verhindert. Jetzt soll der Film im Stadion gezeigt werden.

Hooligans hatten die Vorführung des Dokumentarfilm „Blut muss fließen - Undercover unter Nazis“ in den Räumen des Awo-Fanprojekts verhindert. Jetzt soll der Film im Stadion gezeigt werden.

Foto: Archiv/ Michael Gohl / WAZ FotoPool

Essen.   Nachdem Essener Hooligans vorige Woche mit der Androhung von Gewalt die Vorführung des Dokumentarfilm „Blut muss fließen - Undercover unter Nazis“ verhinderten, zeigt Fußballregionalligist Rot-Weiss Essen den Film Ende November im Stadion. Am Mittwoch einigten sich alle Beteiligten auf einen Termin.

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Fußballregionalligist Rot-Weiss Essen wird den Dokumentarfilm „Blut muss fließen - Undercover unter Nazis“ am Freitag, 22. November, um 18 Uhr in Kooperation mit dem Awo-Fanprojekt und dem Stadionbetreiber GVE im Stadion Essen zeigen.

Auf diesen Termin verständigten sich die Beteiligten bei einem Treffen am Mittwochnachmittag. „Wir wollen ein deutliches Zeichen setzen, dass wir uns gegen jede Form von Diskriminierung aussprechen“, sagte RWE-Vorstand Michael Welling.

Unterdrückung von Meinungsäußerung nicht akzeptabel

Im Anschluss an die Vorführung im Assindia-Bereich der Haupttribüne ist eine Podiumsdiskussion geplant. Regisseur Peter Ohlendorf wird an dem Abend zugegen sein.

Wie berichtet, hatten Hooligans die Filmvorführung in den Räumen des Awo-Fanprojekts verhindert. Die Unterdrückung von Meinungsäußerungen sei in keinster Weise akzeptabel und mit der von Fans geäußerten Forderung „Keine Politik im Stadion“ nicht zu rechtfertigen, so Welling. (schy)

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