Hausschäden

Risse in den Hauswänden machen weiterhin große Sorgen

Ein Wohnhaus an der Helmstraße bleibt gesperrt, obwohl es nicht einsturzgefährdet ist.

Ein Wohnhaus an der Helmstraße bleibt gesperrt, obwohl es nicht einsturzgefährdet ist.

Foto: Socrates Tassos

Essen-Unterfrintrop.   Ein Gutachter soll jetzt die Ursache für die Risse in den Hauswänden in Essen-Frintrop finden. Bergschäden sind nicht ausgeschlossen. Ein Haus bleibt vorerst unbewohnbar.

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Weiterhin ungeklärt ist die Ursache für die Absenkung des Erdreichs an der Helmstraße in Unterfrintrop. Sie hat in der vergangenen Woche zu tiefen Rissen an acht Häusern geführt, ein Mehrfamilienhaus wurde von der Feuerwehr für vorerst unbewohnbar erklärt. Jetzt beauftragt die Stadt einen Gutachter, der die Ursache klären soll. Probebohrungen werde es am Dienstag noch nicht geben. „Wir suchen in allen Richtungen, schließen auch das Thema Bergschäden nicht aus“, sagt Stadtsprecherin Silke Lenz. Mitarbeiter der Bauordnung und eine Statikerin haben sich am Montag das Haus angesehen, das am Wochenende evakuiert werden musste. Zum Ergebnis sagt die Stadt: „Das Haus ist nicht einsturzgefährdet, aber unbewohnbar.“ Die Nachbarn müssten keine Sorge habe, dass es einstürzt, doch sollten die Bewohner noch nicht zurückkehren.

„Es bröckelt ja weiter“

Unter den Hausbesitzern herrscht weiterhin große Unsicherheit, weil sich bei ihnen von der Stadt wider Erwarten niemand gemeldet hat, berichtet Anwohner Werner Rose. „Denn es bröckelt ja weiter. Es sind seit Sonntag etliche neue Risse aufgetreten“, berichtet er. Ob sie größer geworden sind, habe das THW am Montag nicht nachgemessen.

Seinem Eindruck, dass der Fall im Rathaus unterschätzt wird, widerspricht Silke Lenz: „Ich weiß, dass der Amtsleiter mit dem Geologischen Dienst, der Ruhrkohle, Thyssen-Krupp und der Bezirksregierung gesprochen hat.“ Und im Rathaus seien die Unterlagen im Bauaktenarchiv gewälzt worden.

Werner Rose will jetzt auf eigene Faust unter seiner Terrasse nachsehen, wo das Erdreich geblieben ist.

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