Verkehr

Ringen um mehr Ladezonen auf der Rüttenscheider Straße

Halten in zweiter Reihe gehört zum Alltag auf der Rüttenscheider Straße – das hatte die Bezirksvertretung nun legitimieren wollen.

Halten in zweiter Reihe gehört zum Alltag auf der Rüttenscheider Straße – das hatte die Bezirksvertretung nun legitimieren wollen.

Foto: Jörg Schimmel

Essen-Rüttenscheid.   Bezirkspolitiker wollten dem Lieferverkehr werktags auf der gesamten Rü den Halt ermöglichen. Jetzt hat die Stadt auf den Vorschlag reagiert.

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Der Lieferverkehr sorgt auf der Rüttenscheider Straße regelmäßig für Staus: Auf Anregung der Polizei und eines Getränkelieferanten hatte sich die Bezirksvertretung II daher mit Vorschlägen beschäftigt, wo auf der Rüttenscheider Straße zusätzliche Ladezonen eingerichtet werden könnten. Schon im Jahr 2015 hatte Bezirkspolizist Rüdiger Buers eine Ausweitung der gesonderten Stellplätze für den Lieferverkehr angeregt. Passiert ist seither allerdings wenig.

Zuletzt als Lieferzonen zur Sprache gebrachte Parkplätze nördlich der Girardetstraße und stadtauswärts südlich der Fridtjof-Nansen-Straße wurden verworfen und stattdessen ein Arbeitskreis ins Leben gerufen. Der ursprüngliche Plan der Stadtteilpolitiker, die gesamte Rüttenscheider Straße werktags von 6 bis 10 Uhr zur Ladezone zu erklären, ist nun gescheitert. Damit hatte die Bezirksvertretung II Rechtssicherheit schaffen wollen – sind die Lieferanten aktuell in einigen Bereichen der Rüttenscheider Straße schließlich nahezu gezwungen, gegen die Straßenverkehrsordnung zu verstoßen.

Begegnungsverkehr hätte kaum eine Chance

Die Stadt hat den Antrag nun geprüft – und abgewiesen. Wäre die gesamte Rüttenscheider Straße eine Ladezone, dürften regulär auch mehrere Lkw direkt hintereinanderstehen. „Ein Vorbeifahren oder auch Begegnungsverkehr wären dann nahezu unmöglich – dies gilt auch für den Rettungsdienst der Feuerwehr“, heißt es nun in der Antwort der Verwaltung.

Darüber hinaus sei fraglich, ob eine zeitliche Befristung innerhalb von 6 oder 7 Uhr bis 10 Uhr wirklich hilfreich sei. Schließlich würden die Geschäfte den gesamten Tag über beliefert.

Stadt glaubt, dass sich Nutzer an die Rü gewöhnt haben

Die Stadt ist vielmehr der Überzeugung, „dass sich die Benutzer der Rüttenscheider Straße an die dortigen besonderen Gegebenheiten gewöhnt haben“. Wer schnell vorwärts kommen wolle, nutze ohnehin die Alfredstraße. „Insofern würde sich verkehrlich kaum etwas an der bestehenden Situation ändern“, heißt es in der Antwort des Amts für Straßen und Verkehr.

Gleichzeitig sichern die Fachleute zu, die Einrichtung weiterer Ladezonen zu prüfen. So habe unter anderem die Interessengemeinschaft Rüttenscheid Vorschläge eingereicht, wo zusätzliche Halteflächen für den Lieferverkehr geschaffen werden können. Die Prüfung hierzu dauere derzeit noch an.

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