Wohnungsbau

Richtfest für 19 Wohnungen in der Katernberger Beisen-Senke

Richtfest an der Grundstraße in Katernberg feierten (v. l.) Uwe Kutzner (CDU), stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Allbau GmbH, Allbau-Prokurist Jürgen Bott, Zimmermann Norbert Kemler und Thomas Rotter (SPD), Aufsichtsratsvorsitzender der Allbau GmbH.

Richtfest an der Grundstraße in Katernberg feierten (v. l.) Uwe Kutzner (CDU), stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Allbau GmbH, Allbau-Prokurist Jürgen Bott, Zimmermann Norbert Kemler und Thomas Rotter (SPD), Aufsichtsratsvorsitzender der Allbau GmbH.

Foto: Christof Köpsel

Essen-Katernberg.   An der Grundstraße in Katernberg baut die Allbau GmbH 19 öffentlich geförderte Wohnungen. Die Linke im Rat fordert noch stärkere Anstrengungen.

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„Da die Bauplätze auf Erden weniger und teurer werden, ganz besonders in der Stadt, wo es so viel Menschen hat“, reimte Zimmermann Norbert Kemler. Auch deshalb baut die Allbau GmbH nun an der Grundstraße in Katernberg 19 öffentlich geförderte Wohnungen. Am Montag feierten die Handwerker mit ihrem Bauherrn und Nachbarn das Richtfest. Nachdem der Zimmermann gemeinsam mit den Allbau-Aufsichtsratsmitgliedern Thomas Rotter (SPD) und Uwe Kutzner (CDU) und Prokurist Jürgen Bott symbolisch den Nagel in den Dachbalken geschlagen hatten, wird nun der Neubau bis zum Sommer fertig gestellt.

Im 3. Quartal soll Einzug sein und damit etwas später als gedacht. In sympathischer Offenheit räumte Prokurist Jürgen Bott ein, dass die Höhe des Grundwassers schon etwas überraschend gewesen sei. „Dass es hier feucht ist, wussten wir. Aber nicht, dass es so heftig in die Baugrube floss“, sagte er und fügte hinzu: „Hätten wir mal eher mit den Nachbarn gesprochen . . .“

Grundwasser floss in die Baugrube

Etwa mit Uschi Borgmann, die mit einer Unterbrechung seit 1950 an der Grundstraße wohnt. Sie kennt die Senke, die mal „In den Binsen“ oder auch „Beisen“ genannt wird, seit Kindheit an. „Bei starkem Regen steigt das Wasser hier an“, erzählt sie. Ihr Nachbar hat zwei Meter unter seinem Keller sogar eine Pumpe installiert.

Vielleicht war der hohe Grundwasserstand ein Grund, warum der frühere Grundstückseigentümer Schwierigkeiten hatte, die Fläche zu verkaufen. Früher stand hier ein Einkaufsmarkt und später ein Getränkemarkt, der erst im vergangenen Jahr abgerissen wurde, um dem Neubau Platz zu machen.

„Das Neubauvorhaben in der Grundstraße ist Teil eines Portfolios von rund 300 Wohnungen, die die Allbau GmbH bis 2022 öffentlich gefördert neu errichtet“, erläuterte Ratsherr Thomas Rotter. Tatsächlich werden Bauplätze, wie Zimmermann Norbert Kemler weiß, immer seltener und teurer. Das sei ein Grund, warum die Allbau GmbH nicht noch mehr Wohnungen errichtet.

Nach Ansicht seines Kollegen Wolfgang Freye von den Linken müsste die Allbau jährlich sogar bis zu 500 Wohnungen bauen. Doch das scheitere an ihrem Anteil an der Haushaltssanierung in Höhe von 44,2 Mio. Euro: „Der öffentliche Zweck der Allbau ist es, für preiswerten Wohnraum zu sorgen und nicht zur Sanierung des Essener Haushalts beizutragen.“ Damit erneuert er seine Kritik, die er bereits im vergangenen Jahr geäußert hatte. Bereits 2016 hatte sich die SPD ähnlich geäußert.

„Auch dem Bauherrn will ich danken . . .“

Während Thomas Rotter Details aus Aufsichtsratssitzungen unkommentiert lässt, stichelt Uwe Kutzner: „Das sind die gleichen Linken, die ,aber nicht hier!’ rufen, wenn gebaut werden soll.“

Zimmermann Norbert Kemler ließ sich von kommunalpolitischen Sticheleien nicht beeindrucken, sondern rief unter dem Applaus der Richtfestgäste vom Dach: „Auch dem Bauherrn will ich danken, der so stark und ohne Schwanken, diesen großen Bau riskiert und erfolgreich finanziert!“

>>>>>Grundstück am Niederfeldsee in Altendorf erworben

Ein weiteres Bauvorhaben der Allbau GmbH betrifft Altendorf. Denn am Niederfeldsee soll das „Uferviertel“ vervollständigt werden.

Das Grundstück auf der nördlichen Seite des Gewässers hat die Allbau GmbH bereits erworben. Noch 2019 soll Baubeginn sein.

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