Gastrokritik

Restaurantkritik: So schmeckt’s im Essener „Gummersbach“

Direkt am Schlosspark in Borbeck erwarten und bewirten Klaus und Helene Gummersbach ihre Gäste.

Direkt am Schlosspark in Borbeck erwarten und bewirten Klaus und Helene Gummersbach ihre Gäste.

Foto: Julia Tillmann / FUNKE Foto Services

Essen.  Das Gummersbach in Essen ist seit Jahren ein Garant für ausgeprägte Gastfreundschaft und leckeres Essen. Erfahren Sie mehr in unsrer Gastrokritik

Das Restaurant Gummersbach ist ein Urgestein der Essener Gastronomie (Lesen Sie auf „Essen kulinarisch weitere Gastro-Kritiken“) und immer einen Besuch wert. Die Grundlagen der Küche sind einfach: aus den besten frischen Zutaten eine französisch-orientierte Küche mit Lebensfreude auf dem Teller zu kreieren. Schon der Gruß aus der Küche ist überzeugend. Neben selbstgebackenem Brot mit bretonischer Salzbutter gibt es eine Spargelcremesuppe, die fein ausbalanciert, den ersten Hunger stillt.

Als Vorspeise ist die Wachtelbrust mit Linsen und Mangochutney (14€) sowie Carpaccio vom Aberdeen Angus Beef mit gebratener Garnele (19€) zu empfehlen. Die Wachtel ist kross gebraten und saftig, die Linsen auf den Punkt mit Biss, sehr elegant mit feinem Essig und Creme frâiche abgeschmeckt und abgerundet vom einem fruchtigem Chutney. Das Carpaccio zerschmilzt auf der Zunge und die gebratene Garnele schmeckt köstlich dazu.

Gummersbach ist seit Jahren ein Garant für perfekte Gastfreundschaft

Zum Hauptgang lässt sich bedenkenlos die Perlhuhnbrust aus dem Perigord mit Feigen, Schalotten und Süßkartoffeln (25 €) sowie schottisches Lachsfilet Zitronen-Beurre blanc, Spargel und Kartoffelstampf (28 €) weiterempfehlen. Der dazu angeratene Rosé vom Weingut von Bruhl (Pfalz 0,2l 9,20€) harmoniert perfekt zu dem wiederum sehr saftig gebratenen Perlhuhn.

Die Zwiebelfeigensauce hat nicht nur ansehnliche Feigenstücke, sondern dadurch auch eine besondere Fruchtnote, die von der Süßkartoffel, als Püree serviert, mit einer Currynote unterstützt wird.

Auch der Lachs ist innen noch glasig, also perfekt - und die Beilagen auf dem Punkt; oder um es mit einem Ruhrgebietsidiom zu benennen: ein Schmakofatz hoch zehn.

Zum Nachtisch schmeckt die Rohmilchkäseauswahl (3 St., 9,50) bzw. die Creme Brúlée mit Tahin-Vanille, Organgeneis und Cointreau.

Das Gummersbach ist seit Jahren ein Garant für perfekte Gastfreundschaft. Wer einen harmonischen Abend ohne Schickimicki erleben will, ist hier an der richtigen Adresse. Anzumerken bleibt noch, dass die Räumlichkeiten immer wieder Kunstausstellungen beherbergen.

  • Geschmack: 5 Sterne
  • Atmosphäre: 4 Sterne
  • Service: 5 Sterne
  • Preis-Leistungsverhältnis: 4 Sterne

Gummersbach – Öffnungszeiten: Donnerstag bis Montag ab 17 Uhr, Dienstag und Mittwoch Ruhetag; Fürstenbergstraße 2, 45355 Essen, 0201-45853397;

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