Politikdebatte

Reil (AfD) und Kutschaty (SPD) diskutieren in Essener Schule

Justizminister Thomas Kutschaty sitzt auf dem Podium des Gymnasiums Borbeck in Essen.

Justizminister Thomas Kutschaty sitzt auf dem Podium des Gymnasiums Borbeck in Essen.

Foto: Kerstin Kokoska

Essen.  Sechs Landespolitiker diskutieren mit 120 Oberstufenschülern am Gymnasium Borbeck – unter den Gästen ist auch Guido Reil von der AfD.

Eine ungewöhnlich prominent besetzte Podiumsdiskussion veranstaltet das Gymnasium Borbeck Ende des Monats in Essen. Vor der Landtagswahl, die im Mai stattfindet, hat die Schule Landespolitiker eingeladen, die über die Themen Soziales, Bildung und Integration mit 120 Oberstufenschülern sprechen sollen. Die Veranstaltung ist nicht öffentlich.

Nach Angaben der Veranstalter haben zugesagt: Justizminister Thomas Kutschaty (SPD), der selbst in Schönebeck wohnt, die schulpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Petra Vogt, sowie der Essener Landtagsabgeordnete der FDP, Ralf Witzel. Auch Witzel ist Kenner in bildungspolitischen Fragen, steht außerdem der Essener FDP vor.

Schüler sehen zur Vorbereitung eine Dokumentation

Als vierter Kandidat hat Guido Reil zugesagt, der für die Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) und vorher über Jahrzehnte in der SPD aktiv war. Reil erlangte bundesweit einige Berühmtheit, nachdem er der Essener WAZ-Redaktion Anfang 2016 ein Interview gab, in dem er sich kritisch zur Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Angela Merkel äußerte.

Reil kommt darüber hinaus in der WDR-Dokumentation vor, die vor wenigen Wochen im Fernsehen ausgestrahlt wurde. Der Film thematisiert die soziale Spaltung der Stadt Essen. Die Borbecker Gymnasiasten haben sich als Vorbereitung auf die Diskussion am Mittwoch, 29. März, die Dokumentation bereits angesehen.

Zwei weitere Redner vervollständigen das Podium im Essener Gymnasium: Jules El-Khatib (Linke) sowie ein Kandidat der „Piraten“.

Leserkommentare (4) Kommentar schreiben