Radschnellwege

Regionalverband Ruhr plant weitere Radschnellwege ab Essen

Der Radschnellweg RS1 ist in Essen erst in Teilen fertig, da denkt der Regionalverband schon an weitere Radautobahnen.

Der Radschnellweg RS1 ist in Essen erst in Teilen fertig, da denkt der Regionalverband schon an weitere Radautobahnen.

Foto: Kerstin Kokoska

Essen.   Der Regionalverband RVR will noch mehr Radschnellwege ab Essen. Er plant Radautobahnen nach Oberhausen, Gelsenkirchen und Recklinghausen.

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Der Regionalverband Ruhr (RVR) plant weitere Radschnellwege von Essen nach Oberhausen sowie nach Gelsenkirchen und weiter nach Recklinghausen. Außerdem soll der durch Essen führende RS1 über Duisburg bis nach Moers und Kamp-Lintfort verlängert werden.

Die Verbandsversammlung des RVR wird am 23. März den Entwurf der regionalen Radwegnetzplanung besprechen. Der Bedarfsplan soll dann gemeinsam mit den Kommungen weiter entwickelt werden. Die Stadt Essen hat dann sechs Monate Zeit, eigene Vorschläge für mögliche Routenwege zu machen.

Fahrradverbände fordern Schub für den RS1

Die Essener Fahrradverbände ADFC und Efi stehen dem Ganzen noch etwas skeptisch gegenüber. Es sollten lieber alle Kräfte darauf gebündelt werden, endlich den Radschnellweg RS1 in Essen fertig zu bauen sowie die Planungen für den zweiten Radschnellweg Mittleres Ruhrgebiet (RSMR) von Essen nach Gladbeck und Bottrop voranzubringen, findet Sprecher Rolf Fliß.

Ähnlich äußert sich der Sprecher des Essener ADFC: „Wir haben genug Probleme damit, was jetzt konkret geplant werden muss“, sagt Jörg Brinkmann. „Mit dem RS1 hakt es doch an allen Ecken und Ende“, betont er mit Blick auf die Verzögerungen der Planungen am Eltingviertel. „Man sollte sich darauf konzentrieren, die bestehenden Planungen zu einem guten Ende zu führen.“

Mögliche Rad-Route nach Oberhausen

Der ADFC selbst ist über die Ideen zum Regionalen Radwegenetz nicht informiert worden und hält sie bisher für vage. Brinkmann macht aber auch deutlich: „Wir wären über jeden weiteren Radschnellweg glücklich, wenn er denn gebaut würde. Und wir begrüßen jede Entscheidung, die den Radverkehr fördert.“

Einen Radschnellweg nach Oberhausen könnte sich der ADFC vom Abzweig Borbeck der Trasse Rheinischen Bahn parallel zur S2-Bahn-Trasse vorstellen. „Das wäre eine sehr gradlinige Verbindung“, so Brinkmann. Nach Gelsenkirchen wäre die Verbindung über den Radschnellweg RS1 durch Kray und Leithe und dann etwa entlang der Bundesstraße B227 bis in das Zentrum möglich.

Der RVR will auf drei Konferenzen mit den anliegenden Städten über Streckenverläufe diskutieren. Die Stadt Essen wird auf der „Teilkonferenz Mitte“ dabei sein. Bis zum Ende des Jahres soll die Konzeption fertig sein. Wie es dann weiter geht, dafür gibt es noch keinen Zeitplan.

Das regionale Radwegnetz der Metropole Ruhr soll auf insgesamt 1900 Kilometer ausgebaut werden. Der RVR setzt vor allem auf städteübergreifende Verbindungen. Planungschef Michael Tönnes will so das Fahrrad zum „vollwertigen Verkehrsträger“ machen.

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