Demo

Protest gegen NPD-Demo in Essener Innenstadt

Steffen Hunder, Pfarrer der Kreuzeskirche, nennt es „ganz unerträglich“, dass die NPD am Mittwochabend vor der Kreuzeskirche mit ihrer Veranstaltung das Gedenken an die schrecklichen Geschehnisse der Novemberpogrome von 1938 herabwürdige. Foto: Walter Buchholz

Steffen Hunder, Pfarrer der Kreuzeskirche, nennt es „ganz unerträglich“, dass die NPD am Mittwochabend vor der Kreuzeskirche mit ihrer Veranstaltung das Gedenken an die schrecklichen Geschehnisse der Novemberpogrome von 1938 herabwürdige. Foto: Walter Buchholz

Foto: WAZ FotoPool

Essen.   Sowohl das Bündnis „Essen stellt sich quer“ als auch die Evangelische Kirche wollen gegen die für Mittwochabend angemeldete Kundgebung der NPD demonstrieren. Die Pläne der NPD wurden erst kurzfristig bekannt.

Gegen die erst am Dienstag angemeldete Kundgebung der NPD ausgerechnet am Gedenktag zur Progromnacht regt sich Protest in Essen. Sowohl das linksorientierte Bündnis „Essen stellt sich quer“ als auch die Evangelische Kirche wollen gegen die für 19 Uhr anberaumte Demo direkt neben der Kreuzeskirche protestieren. Die NPD will eine „Mahnwache nationaler Kräfte zum Gedenken an die Mauertoten“ abhalten.

Mit Glockenläuten setzt die evangelische Kirche ein Zeichen. Kreuzkirchen-Pfarrer Steffen Hunder nannte es am Mittwoch „ganz unerträglich“, dass die NPD mit ihrer Veranstaltung das Gedenken an die schrecklichen Geschehnisse der Novemberpogrome von 1938 herabwürdige. Alle 15 Minuten sollen zwischen 19 und 21 Uhr die Glocken läuten.

Bei der Polizei wurden 40 NPD-Teilnehmer angemeldet, die Polizei rechnet mit zahlreichen Gegendemonstranten. Dafür will „Essen stellt sich quer“ die Kundgebung in Borbeck verkürzen und danach zur Gegendemo auf dem Weberplatz zusammenkommen.

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