Triathlon

Professor für Wirtschaft geht beim Ironman an den Start

Joachim Prinz unter Palmen. Der Wirtschafts-Professor der Uni Duisburg-Essen ist seit einigen Tagen auf Hawaii.

Joachim Prinz unter Palmen. Der Wirtschafts-Professor der Uni Duisburg-Essen ist seit einigen Tagen auf Hawaii.

Foto: Privat

Essen.   Wirtschafts-Professor Joachim Prinz von der Uni Duisburg-Essen startet beim Ironman auf Hawaii. Es ist der größte Wettkampf für Triathleten.

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Joachim Prinz ist Wirtschafts-Professor durch und durch. 364 Tage im Jahr. An diesem einen Tag aber, am kommenden Samstag, wird er kaum einen Gedanken an Vorlesungen oder an das Wintersemester verschwenden. Da kämpft er allein ums Durchkommen. Zu Land und im Wasser. Der 47-Jährige von der Uni Duisburg-Essen zählt zu der Triathlon-Elite, die sich einen Startplatz für den Ironman auf Hawaii erkämpft hat. Das ist der wichtigste Wettkampf überhaupt. Und der geht so: 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und danach noch ein Marathon (42,195 Kilometer). Obendrein sind die äußeren Umstände deutlich belastender als das Klima im Hörsaal: „Wir haben 36 Grad, eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit und starken Wind“, meldet der BWL-Professor, der sich schon seit einigen Tagen auf Hawaii befindet, um dort zu trainieren und sich zu akklimatisieren, bevor er am Samstag zum Auftakt des Triathlons in den Pazifik springt.

Das Rennrad kam mit einem Totalschaden auf Hawaii an

Die Ankunft auf Hawaii wurde von einem Moment des Schreckens begleitet: Prinz’ Rennrad war mit einem Totalschaden angekommen. Das Schaltwerk war aus dem Rahmen gebrochen, vermutlich lädiert beim Transport. Ein Desaster. Ein Start bei dem legendären Wettkampf schien unmöglich geworden zu sein. Doch dann hat ein erfahrener Mechaniker das Rad repariert. „Provisorisch zwar, aber ich hab’s bereits ausgiebig getestet. Ich hoffe sehr, es hält auch beim Rennen“, sagt Prinz.

2400 Hochleistungssportler am Start

Der Universitätsprofessor kommt eigentlich vom Marathon, ist dann aber beim Triathlon gelandet. Er ist schon in Dubai gestartet, in Australien und auch in Barcelona, wo er die Qualifikation für Hawaii schließlich geschafft hat. Dort geht er am Samstag gemeinsam mit 2400 anderen Hochleistungssportlern aus der ganzen Welt an den Start. Allerdings hinter den Profis, die hier auch um den WM-Titel kämpfen. Joachim Prinz startet bei den Amateuren, im Feld der Agegrouper, die nicht so schnell sind wie Titelverteidiger Patrick Lange oder der andere deutsche Hoffnungsträger Sebastian Kienle.

„Es gibt keine schönere Belohnung für hartes Training, als ins Ziel einzulaufen“, sagt der Wirtschaftswissenschaftler. Er trainiert nahezu täglich. Vor der Arbeit, nach der Arbeit und am Wochenende.

Und es wird noch ein weiterer Triathlet an den Start gehen, der zwar Oberhausener ist und zurzeit in Hamburg lebt, der aber regelmäßig in Essen trainiert: Timo Schaffeld. Der ist jünger als Joachim Prinz, 22 nämlich, aber dafür kein Professor.

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