Razzia

Polizist bei Razzia festgenommen: Nun gibt es Konsequenzen

Auch die Disco „Essence“ in Essen wurde kontrolliert.

Auch die Disco „Essence“ in Essen wurde kontrolliert.

Foto: KDF

Essen.   Der rabiate Polizeischüler, der bei der Razzia am Wochenende in Essen festgenommen wurde, erhält jetzt ein Disziplinarverfahren.

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Nach der Festnahme des Polizei-Schülers, der bei der großen Razzia gegen Clans am Wochenende Widerstand leistete gegen Polizisten, werden immer mehr Details zu dem pikanten Fall bekannt.

So handelt es sich mehreren Medienberichten zufolge um einen 19-jährigen Deutsch-Tunesier, der im Polizeipräsidium Gelsenkirchen derzeit seine Ausbildung absolviert. Er saß mit weiteren arabischstämmigen Jugendlichen in einem Auto, das in Essen während der Razzia angehalten wurde.

19-Jährige erklärte, er sei selbst Polizist

Die Insassen sollen durch freche Sprüche auffällig geworden sein, und der Polizei-Anwärter solle erklärt haben: Er zweifle die Rechtmäßigkeit der Maßnahme an, schließlich sei er selbst Polizist. Schließlich konnte er sich sogar ausweisen.

Bei seiner Festnahme riss er sich zunächst los, kam deshalb ins Gewahrsam. Mittlerweile soll er wieder zu Hause ein. Ein Sprecher der Polizei erklärte am Dienstag, es gebe derzeit keine Hinweise, dass der Kommissaranwärter zu einem Libanesen-Clan gehört.

Auch das wurde in manchen Internet-Foren spekuliert. Fest steht aber: „Gegen den jungen Mann wird ein Disziplinarverfahren eingeleitet, und eine Strafanzeige wegen Widerstands erwartet ihn auch“, so der Sprecher gegenüber unserer Redaktion.

1300 Polizisten waren am Wochenende in einer beispiellosen Aktion im Ruhrgebiet unterwegs, um gegen kriminelle Clans vorzugehen.

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