Vermisstenfall

Polizei hat immer noch keine Spur vom Essener Ralf K.

Beim Kriminalkommissariat 42 der Essener Polizei liegt der Fall des verschwundenen Esseners Ralf K.

Beim Kriminalkommissariat 42 der Essener Polizei liegt der Fall des verschwundenen Esseners Ralf K.

Foto: Andreas Bartel

Essen.  Seit über einem Jahr wird der Essener Ralf K. vermisst. Von dem Familienvater aus Kettwig fehlt weiterhin jede Spur. Die Polizei sucht weiter.

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Ein Jahr nach seinem Verschwinden bleibt der Vermisstenfall Ralf K. für die Polizei, Freunde und Familie weiter ein Rätsel. „Aktuell haben wir keine konkreten Hinweise. Die Suche läuft aber weiter“, fasst Polizeisprecherin Judith Herold den aktuellen Stand der Ermittlungen zusammen.

Das Verschwinden des Familienvaters und die intensive Suche bewegte vor gut einem Jahr ganz Deutschland. Rückblick: Am 2. Februar 2017, einem Donnerstag, verschwindet der damals 41 Jahre alte Ralf K. spurlos. Von Duisburg aus, wo Ralf K. arbeitet, ruft er an diesem Tag seine Angehörigen an. Wenig später werden elektronische Geräte von ihm noch einmal in der Duisburger Innenstadt und in Mülheim-Styrum geortet – es ist das letzte Lebenszeichen des Kettwigers.

Hinweise zu Ralf K. verlaufen immer wieder im Sand

Nach dem Verschwinden starten Freunde des 41-Jährigen einen Suchaufruf im sozialen Netzwerk Facebook, den Zehntausende in ganz Deutschland weiterverbreiten. Mit einem Hubschrauber und einem Großaufgebot durchkämmt die Polizei ein weitläufiges Gebiet zwischen Duisburg, Oberhausen und Mülheim ab – ohne Erfolg. „Wir haben bei der Suche wirklich alle Möglichkeiten ausgeschöpft“, erklärt Herold ein Jahr danach.

Auch wenn es nach außen hin still geworden ist, fahndet die Polizei jedoch weiter nach Ralf K. Der Fall liege weiter bei den Ermittlern des Kriminalkommissariats 42, versichert die Polizei. Man stehe darüber hinaus im stetigen Kontakt mit der Familie. „Im vergangenen Jahr gab es immer mal Hinweise, denen wir nachgegangen sind“, berichtet Judith Herold. Am Ende verliefen die Spuren jedoch immer wieder im Sand.

Dienstwagen zur Fahndung ausgeschrieben

Zwischen 1000 und 2000 Menschen werden jährlich in Essen als vermisst gemeldet. Meistens handelt es sich dabei um ausgebüxte Jugendliche oder pflegebedürftige Senioren.

Dass ein Familienvater, der als zuverlässig und fürsorglich beschrieben wird, plötzlich wie vom Erdboden verschluckt ist, ist dagegen sehr ungewöhnlich. Besonders kurios: Mit Ralf K. verschwand auch sein Dienstwagen, ein schwarzer Mercedes C-Klasse mit dem Kennzeichen BIT-TE 301. Der Wagen ist ebenfalls deutschlandweit zur Fahndung ausgeschrieben.

Polizei nimmt weiterhin Hinweise entgegen

Die Frage, die sich Polizei und Angehörige stellen lautet: Was ist mit Ralf K. geschehen? „In solchen Vermisstenfällen besteht natürlich immer die Möglichkeit eines Suizids oder einer Gewalttat“, sagt Polizeisprecherin Herold. Allerdings stehe es jedem Erwachsenen anhand des Rechts aus Selbstbestimmung auch zu, einfach zu verschwinden. Um endlich eine Antwort auf die Fragen bei der Suche nach Ralf K. zu finden, nimmt die Polizei Hinweise weiter unter 0201/829-0 entgegen.

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