Serien-Vergewaltiger

Polizei Essen erreichen Hundert Hinweise auf Sexualtäter

Polizeibeamte stoppen Montagabend Autos auf der Frankenstraße, um Flugblätter mit dem Phantombild des Täters zu verteilen und Hinweise zu sammeln. 

Polizeibeamte stoppen Montagabend Autos auf der Frankenstraße, um Flugblätter mit dem Phantombild des Täters zu verteilen und Hinweise zu sammeln. 

Foto: ANC Anhuth

Essen.  Fieberhafte Suche nach Serien-Vergewaltiger vom Stadtwald fortgesetzt. Dienstag waren Spürhunde im Einsatz, Montag wurden Phantombilder verteilt.

Die Fahndung nach dem Serien-Vergewaltiger vom Stadtwaldplatz bewegt die Menschen. „Mitunter erreichen uns mehr als ein Dutzend Hinweise am Tag“, sagt Polizeisprecher Peter Elke. Bislang seien schon knapp Hundert sachdienliche Informationen an das für Sexualdelikte zuständige Kriminalkommissariat 12 weitergegeben worden. Nur: Eine heiße Spur war bislang noch nicht darunter.

Schon seit Mitte Dezember -- seit der ersten von bislang drei Taten – seien die Ermittler beinahe jeden Tag aktiv. Dienstagmorgen unterstützten spezielle Spürhunde die Fahnder. Sie suchten den Abschnitt zwischen dem letzten Tatort an der Frankenstraße /Ecke Berenberger Mark (Rosenmontag, 4. März, ca. 21.30 Uhr) und dem Stadtwaldplatz nach Spuren des Täters ab. Möglicherweise ist der ca. 50 Jahre alte Tatverdächtige nach der versuchten Vergewaltigung dort in die S-Bahn (Linie S6) oder in einen Bus der Ruhrbahn gestiegen.

Polizeiaktion auf der Frankenstraße in Nähe der Tatorte

Montagabend hat die Polizei auf der Frankenstraße am Stadtwald Flugblätter mit einem Phantombild des mutmaßlichen Serientäters an Autofahrer verteilt. Auch Linienbusse der Ruhrbahn wurden angehalten. Eine Aktion, die nicht nur dazu diente, die Bevölkerung zu informieren. „Wir sind dankbar für jeden Zeugenhinweis, den wir bei solchen Aktionen erhalten“, so ein Polizeisprecher.

Schon seit der versuchten Vergewaltigung auf der Wittenbergstraße am 19. Dezember sind die Menschen rund um den Stadtwaldplatz besorgt. Mütter von Schülern einer Grundschule etwa tauschen sich in einer Whatsapp-Gruppe auch über die aktuelle Fahndung nach dem fieberhaft gesuchten Sexualstraftäter aus.

Die Gruppe teilt Zeitungsberichte und informiert sich über Aktionen wie die der Polizei am Montagabend. „Unsere Wahrnehmung ist, dass die Polizei sehr aktiv und sehr präsent ist“, sagt ein Anwohner. Polizeisprecher Peter Elke bekräftigt die Entschlossenheit der ermittelnden Kollegen: „Wir machen weiter, bis wir den Täter ermittelt haben.“

>>> DIE BESCHREIBUNG DES TÄTERS

  • Der gesuchte Sexualstraftäter vom Stadtwaldplatz ist ca. 50 Jahre alt (oder älter), 1,70 Meter groß, 80 bis 90 Kilogramm schwer, kräftig und muskulös, bekleidet mit schwarzer Mütze und dunkler Kleidung. Er war mit einem Messer bewaffnet und gilt als äußerst brutal.
  • Die Polizei geht davon aus, dass die drei Sexualstraftaten – zwei versuchte und eine vollendete Vergewaltigung zwischen Mitte Dezember und Rosenmontag – von ihm begangen wurden. Die Tatorte befinden sich auf der Lerchenstraße, auf der Wittenbergstraße Höhe Schillerwiese und auf der Frankenstraße.

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