Rat der Stadt

Piraten schließen sich Essener Bürgerbündnis an

Kai Hemsteeg (l.) und Wilfried Adamy haben sich dem Essener Bürgerbündnis (EBB) angeschlossen.

Foto: STEFAN AREND

Kai Hemsteeg (l.) und Wilfried Adamy haben sich dem Essener Bürgerbündnis (EBB) angeschlossen. Foto: STEFAN AREND

Essen.   Die Piraten im Rat der Stadt Essen haben die Flagge gestrichen und sich dem Bürgerbündnis angeschlossen. Dort waren sie im Juni noch abgeblitzt.

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Das Stühlerücken im Rat der Stadt geht weiter: Am Montag strichen die Piraten die Flagge und lösten sich als Ratsgruppe auf. Die beiden Mitglieder Kai Hemsteeg und Wilfried Adamy schlossen sich dem Essener Bürgerbündnis (EBB) an.

Dieses stellt mit nun sechs Mitgliedern nach SPD, CDU und Grünen die viertstärkste Fraktion im Stadtparlament, teilte die EBB-Geschäftsstelle offensichtlich zufrieden über den Zuwachs mit. Kai Hemsteeg wurde neben Jochen Backes und Manfred Gunkel gleich zu einem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden gewählt.

Essener Piraten sollen im Juni wichtige Aufsichtsrats-Mandate verlangt haben

Noch im Juni dieses Jahres waren Hemsteeg und Adamy mit ihrem Wunsch, dem Bürgerbündnis beizutreten, eben dort abgeblitzt. Die beiden Piraten sollen unter anderem wichtige Aufsichtsrats-Mandate bei städtischen Gesellschaften verlangt haben, Hemsteeg den alleinigen stellvertretenden Fraktionsvorsitz.

Mit dem EBB war das nicht zu machen. „Wir brauchen keine Verstärkung“, ließ sich Fraktionschef Michael Schwamborn seinerzeit zitieren. Das klang nun anders: „Wir freuen uns über den Zuwachs an politischer Energie und Vielfalt durch engagierte und kompetente Ratsvertreter“, ließ Schwamborn vernehmen. Hemsteeg und Adamy teilten mit, dass für sie nur das EBB in Frage kam, mit dem sie viele gemeinsame politische Ziele verfolgten wie Schuldenabbau, Wirtschaftsförderung und Digitalisierung.

Derweil hat Brigitte Wawrowsky anlässlich ihres 70. Geburtstags im Dezember ihren Rückzug aus Fraktion und Rat erklärt. Für sie rückt Dagmar Rode nach.

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