Ermittlungen

Passanten erfasst: Essener (39) nach Unfallflucht in Haft

Die drei Männer waren mit einem Einkaufswagen auf dem Gehweg unterwegs, als sie von dem Auto erfasst wurden.

Die drei Männer waren mit einem Einkaufswagen auf dem Gehweg unterwegs, als sie von dem Auto erfasst wurden.

Foto: KDF

Essen.  Nach dem schweren Unfall im Westviertel am Sonntagmorgen ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen versuchten Totschlags. Opfer weiter in Klinik.

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Nach einer Unfallflucht mit drei Verletzten am frühen Sonntagmorgen im Essener Westviertel sitzt ein 39-Jähriger in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Essener versuchten Totschlag vor. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Autofahrer vorsätzlich gehandelt und absichtlich auf die Fußgänger zugehalten hat.

Vermutlich war ein Streit der Auslöser: Vor der brutalen Attacke sollen sich der mutmaßliche Täter und die Opfer nach Informationen dieser Zeitung eine verbale Auseinandersetzung geliefert haben.

Wie Staatsanwaltschaft und Polizei berichteten, hatte sich der Mann den Behörden nach dem folgenschweren Unfall auf der Hans-Böckler-Straße gestellt. Der Mann soll gegen 1.20 Uhr mit seinem Opel Astra drei Männer im Alter von 20, 26 und 27 Jahren erfasst haben, die mit einem Einkaufswagen auf dem dortigen Gehweg unterwegs waren.

39-Jähriger gab zu, am Steuer gesessen zu haben

Bei dem Unfall wurden der 20- und der 27-Jährige leicht, der dritte Mann schwer verletzt. Der Fahrer flüchtete, ohne sich um die Opfer zu kümmern.

Inzwischen hat der 39-Jährige eingeräumt, am Steuer des Unfallwagens gesessen zu haben. Seine Mitfahrer (34 und 29 Jahre alt) wurden nach ihrer Vernehmung entlassen. Der Verdacht, dass der Fahrer mutmaßlich Alkohol oder Drogen konsumiert haben könnte, ließ sich bislang nicht erhärten. Der Mann hatte sich erst 36 Stunden nach dem Unfall gestellt.

Während der schwer verletzte Passant noch im Krankenhaus behandelt wird, haben sich seine Begleiter von ihren leichten Verletzungen weitgehend erholt, so die Polizei.

Kurios, so die Polizei: Der Unfallwagen ist bis heute unauffindbar. (j.m.)

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