Musikfestival

Steeler Kneipenfestival bietet drei Tage lang Livemusik

Die Macher des Steeler Kneipenfestivals: (v.l.) Jürgen Schaaf, Benny Nordvall, Markus Meyer und Manuela Nordvall.

Die Macher des Steeler Kneipenfestivals: (v.l.) Jürgen Schaaf, Benny Nordvall, Markus Meyer und Manuela Nordvall.

Foto: Knut Vahlensieck

Essen-Steele.   Zweite Auflage soll die Veranstaltung zum Dauerbrenner in der Steeler Kulturszene machen. 19 Veranstaltungen präsentieren sich zum Nulltarif.

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Drei Tage voller Livemusik an elf verschiedenen Spielorten mit insgesamt 19 Veranstaltungen: Spätestens mit der zweiten Auflage des Steeler Kneipenfestivals vom 6. bis 8. April wollen sich die Organisatoren einen festen Platz im Veranstaltungskalender sichern.

Erfolg macht selbstbewusst. Und deshalb möchten die Macher des im November vergangenen Jahres so fulminant gestarteten Spektakels den Rückenwind der positiven Kritiken nutzen, um die Musikfreunde aus dem Stadtteil und Umgebung restlos davon zu überzeugen: Steele braucht das Kneipenfestival.

Freier Eintritt an allen Spielorten an allen drei Tagen

„Die Premiere war schon sensationell“, erinnert sich Mitinitiator Jürgen Schaaf vom Stadtportal Essen Steele: „Die Läden waren alle rappelvoll.“ Seine Mitstreiter Manuela und Benny Nordvall von der Freak Show am Grendplatz, die als Location gleich dreimal im aktuellen Veranstaltungsflyer auftaucht, mussten die Pforte ihre Rockbar sogar vorzeitig dicht machen, „weil da wirklich keiner mehr reingepasst hätte“, erinnert sich Manuela begeistert.

Viele Besucher, die längst nicht nur aus Steele kamen, zogen von Kneipe zu Kneipe, um möglichst wenig vom Angebot zu verpassen. Ähnlich soll es auch diesmal laufen. „Wie schon bei der Premiere verzichten wir auf Bändchen oder ähnliche Accessoires, weil kein einziger Gastronom Eintritt verlangt“, sagt Markus Meyer vom Grend. Die Gäste können also erneut nach Herzenslust von Spielort zu Spielort wandern und haben die Chance, gleich mehrere Künstler an einem Abend live zu erleben.

Für alle Künstler ist dies eine Premiere

Livemusik zum Nulltarif gehört in der Grend-Kneipe schon lange zum guten Ton, wo immer donnerstags Solisten oder einzelne Bands auf der Bühne stehen. Beim Kneipenfestival jedoch erwartet die Zuschauer an allen drei Tagen ein bunter Mix, der von poetischen Liedern über tanzbaren Fusion-Jazz und Rock bis hin zum Deutsch-Pop und sentimentalen Blues reicht. „Die Musiksparten bleiben unverändert, doch um keine Langeweile aufkommen zu lassen, treten gänzlich neue Künstler auf“, sagt Schaaf. „Für alle Akteure bedeutet die Zweitauflage also eine waschechte Premiere.“

Doch damit nicht genug: Pünktlich zum Festival steht am Freitag, 7. April, die NRW-Luftgitarrenmeisterschaft in der Freak Show an. „Der Gewinner reist nach München zur Deutschen Meisterschaft und kann sich für die WM im finnischen Oulu im Sommer dieses Jahres qualifizieren“, erklärt Benny Nordvall den Wettbewerb.

Speziell kommt auch die „Dream Baby Dream Party“ im Grend daher, die am Samstag Rock und Pop der 70er- bis 90er-Jahre bietet. Das Besondere daran: „Es werden Live-Auftritte auf einer großen Leinwand gezeigt“, sagt Jürgen Schaaf. „Die Zuschauer sind so dicht dran, als wären sie beim Konzert dabei.“

Kulturwoche des Essener Ostens läuft parallel

Nicht weniger Spannung verspricht das – dem Namen nach – unglaubliche Projekt „Incredible Workshop Band“. Unter der Regie von Daniela Petry, kreativer Kopf der Steeler Kunstschmiede „Labor 519“, bewerben sich schon seit einiger Zeit Musiker, die sich an zwei Tagen des Kneipenfestivals zu einer Band zusammenfinden. Dies alles anlässlich der Kulturwoche des Essener Ostens, die vom 31. März bis 9. April über die Bühne gehen wird.

„Das Kneipenfestival“, so Markus Meyer, „würde allerdings auch ohne die Kulturwoche über die Bühne gehen. Wir machen hier ein eigenständiges Ding im großen Rahmen.“

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