Steeler Bürgerbündnis

Steeler Bündnis lädt zum Picknick auf Ruhrwiesen ein

Sie laden zum Picknick ein: v.l. Ewald Mayer (Bündnis Steele bleibt Bunt), Dagmar Brinkmann (Evangelische Kirchengemeinde), Hiltrud Schmutzler-Jäger (Fraktionsvorsitzende Grüne), Yüksel Birinci (türkisch-islamische Gemeinde) und Christoph Schäfer (Einzelhändler Naturkostladen Apfelbaum).

Sie laden zum Picknick ein: v.l. Ewald Mayer (Bündnis Steele bleibt Bunt), Dagmar Brinkmann (Evangelische Kirchengemeinde), Hiltrud Schmutzler-Jäger (Fraktionsvorsitzende Grüne), Yüksel Birinci (türkisch-islamische Gemeinde) und Christoph Schäfer (Einzelhändler Naturkostladen Apfelbaum).

Foto: André Hirtz / Funke Foto Services

Essen-Steele.  Ein Picknick zum Tag der offenen Gesellschaft: Damit setzt das Bürgerbündnis ein Zeichen für ein solidarisches Steele. Es gibt viele Unterstützer.

Bei einem Picknick mit Musik, Spielen und Sport sollen die Steeler zum bundesweiten Tag der offenen Gesellschaft auf den Ruhrwiesen zusammenkommen: Dafür hat das Bürgerbündnis „Mut machen! Steele bleibt bunt“ Konzept und Programm auf die Beine gestellt und zahlreiche Unterstützer gefunden. Nun sind auch alle Bürger am Samstag, 15. Juni, eingeladen, sich ab 15 Uhr an dem Picknick zu beteiligen.

Das Motto an diesem Tag lautet: „Steele pfeift auf eine rechte Bürgerwehr – für ein solidarisches Steele.“ Hintergrund ist die angespannte Lage im Stadtteil, zu der donnerstags die regelmäßigen Proteste des Bürgerbündnisses gegen die Treffen der „Steeler Jungs“ gehören. Bei dem Picknick soll es daher darum gehen, „die Ruhrwiesen zu einem Ort zu machen, an dem sich das bunte, das solidarische, das freundliche, das humane und weltoffene Gesicht von Steele deutlich zeigen wird“, heißt es in dem Aufruf des Bürgerbündnisses, das inzwischen rund 130 Mitstreiter zählt. Für das Picknick haben sie 100 Teilnehmer angemeldet. „Wir hoffen natürlich auf viel mehr Menschen“, sagt Ewald Mayer vom Bündnis.

Türkische Spezialitäten und Führungen durch die Moschee

„Jeder kann eine Decke oder etwas zum Essen mitbringen“, beschreibt er die Idee. Auf dem Boden müsse aber niemand sitzen, es solle auch Tische geben und Speisen wie türkische Spezialitäten in dem Verpflegungszelt, das die türkisch-islamische Gemeinde aufbauen wird. Zudem soll es Führungen durch die neue Moschee geben, lädt Yüksel Birinci von der Gemeinde ein, die zu den Unterstützern an dem Tag der offenen Gesellschaft zählt.

Ebenso angeschlossen haben sich SPD, Grüne, die Linken, die evangelische Kirchengemeinde, das Kulturzentrum Grend und von den Kaufleuten Christoph Schäfer vom Naturkostladen Apfelbaum. Grünen-Fraktionschefin Hiltrud Schmutzler-Jäger hat derweil die Grüne Jugend mobilisiert. Sehr froh seien die Bündnis-Mitglieder auch über die Zusage des Oberbürgermeisters: Thomas Kufen wird um 16.30 Uhr das Begrüßungswort sprechen.

„Macht weiter mit Eurem Protest, hört bitte nicht auf!“

Bereits ab 15 Uhr startet das Kinderprogramm mit Bewegungsspielen, auch Erwachsene können Federball oder Volleyball spielen, Frisbee-Werfen oder Kicken, zählt Ewald Mayer für den Tag auf. Um 17 Uhr gibt es Livemusik. Es ist die erste Aktion des Bürgerbündnisses, die außerhalb des „bunten Donnerstags“ läuft, zu dem sich die Mitglieder in der Steeler City treffen. Und wenn es gut laufe, wollten sie diesen Aktionstag jedes Jahr zum Tag der offenen Gesellschaft anbieten, kündigt Mayer im Gespräch vor dem Grend an, während ein Passant die Organisatoren auffordert: „Macht weiter mit Eurem Protest, hört bitte nicht auf!“ Die Bündnis-Mitstreiter geben den Ball zurück: „Mitmachen – das kann jeder.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben