Kontrollen

Stadt sieht nach Kontrollen keine Missstände am Grendplatz

Mehrere Plätze gehören zum Bild der Steeler City wie der Grendplatz.

Foto: Socrates Tassos

Mehrere Plätze gehören zum Bild der Steeler City wie der Grendplatz. Foto: Socrates Tassos

Essen-Steele.   Versperrte Zugänge, Ärger vor Trinkhalle: Politiker forderten Überprüfung der Lage. Die ergab bei Stadt und Polizei keine negativen Erkenntnisse.

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Missstände im Bereich der Steeler City machten die Politiker zum Thema in der Bezirksvertretung. Das Ordnungsamt hat die Situation am Grendplatz erneut überprüft. Bei der Stadt lägen keine Beschwerden von Anwohnern vor, lautet ein Ergebnis in der Vorlage für die anstehende Sitzung der Bezirksvertretung am kommenden Dienstag. Auch Polizeieinsätze habe es im Umfeld vor der Trinkhalle nur vereinzelt gegeben.

Von massiven Störungen am Zugang des Hauses hatte Eduard Schreyer (FDP) bereits im Oktober berichtet. Er zitierte unter anderem Besucher und Büromitarbeiter. Diese hätten darüber geklagt, dass draußen aufgestellte Tische und Stühle den Zugang zu den Büros deutlich erschwerten, ergänzt Ratsherr Dirk Vogt (CDU). Er erinnerte in diesem Zusammenhang in der Oktober-Sitzung an die Liste mit den Einsätzen der Polizei, die er bereits zuvor gefordert hatte. Immerhin beschäftigt das Thema Betroffene wie Bezirksvertreter seit etwa anderthalb Jahren, sagt Vogt.

„Zu Straftaten kam es nicht“

Nun liegen auch die Zahlen der Polizeieinsätze vor. Diese Auswertung habe ergeben, dass die Beamten in diesem Jahr dreimal ausrückten. Zweimal war die Polizei im August und einmal im September vor Ort. Sie kamen am späten Nachmittag oder am frühen Abend. Anzeige habe der Trinkhallenbetreiber gestellt. „Anlass waren Streitigkeiten“, erklärt die Stadt. Diese seien geschlichtet bzw. Platzverweise seien ausgesprochen worden. „Zu Straftaten kam es nicht.“

Auch die Mitarbeiter vom Amt für Straßen und Verkehr, die für die Erteilung der Sondernutzungserlaubnis zuständig seien, hätten bei Ortsbesichtigungen nichts zu beanstanden gehabt. Auf dem Betriebsgrundstück der Trinkhalle sei es erlaubt, alkoholische Getränke auszuschenken und zu verzehren. Tische und Stühle seien zudem entsprechend der Erlaubnis aufgestellt worden. Hierzu lägen der Stadt keine Beschwerden vor, mit Ausnahme des Betreibers einer angrenzenden Gaststätte. Einen Nachweis tatsächlicher Verstöße gegen gesetzliche Bestimmungen oder die Bestätigung durch weitere Zeugen gebe es jedoch nicht.

Lediglich einige rauchende Gäste standen draußen

Bei der Überprüfung durch Mitarbeiter des Ordnungsamtes im Sommer (zwischen etwa 0.30 und 1 Uhr) hätten sich auf dem Grendplatz ausschließlich Gäste der benachbarten Gaststätte „Freak Show“ aufgehalten, die zum Rauchen vor die Tür gegangen seien. Aus Sicht der Stadt gebe es daher „keine negativen Erkenntnisse“.

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