Marktplatz

Die Pläne für den Kupferdreher Marktplatz werden konkret

Die Fläche des Kupferdreher Marktplatzes soll frei bleiben, daher befürwortet die Stadt das vorgeschlagene Café an dieser Stelle nicht.

Die Fläche des Kupferdreher Marktplatzes soll frei bleiben, daher befürwortet die Stadt das vorgeschlagene Café an dieser Stelle nicht.

Foto: Carsten Klein

Essen-Kupferdreh.   Die Kupferdreher CDU machte Vorschläge wie Bücherschrank und öffentliches WC. Stadt nennt mögliche Standorte – und spricht sich gegen Café aus.

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Bücherschrank, Bouleplatz, Kiosk und öffentliche Toilette: Die Vorschläge der Christdemokraten für den Kupferdreher Marktplatz sind vielfältig. Nun werden sich die Bezirksvertreter erneut mit diesen Ideen befassen, zu denen sich die Stadt bereits in einer Vorlage für die anstehende Sitzung am Dienstag, 6. Februar, geäußert hat. Geht es nach den Wünschen von Bürgern und Politikern, wird sich weiterhin viel auf und um den Marktplatz tun.

Unter der Überschrift Attraktivitätssteigerung für den Kupferdreher Marktplatz stehen die Vorschläge. Nach einer vorläufigen Einschätzung der Verwaltung sind die Vorschläge durchaus umsetzbar – bis auf einen Kiosk oder ein Café mit Außensitzmöglichkeiten. Dieses werde aus städtebaulicher Sicht nicht befürwortet. Das Gegenargument lautet: „Die Platzfläche wird dadurch verringert, die offene Platzsituation zerstört.“ Da es eine Bebauung rund um den Marktplatz gebe, erscheine eine Neuerrichtung nicht notwendig. Immerhin könnten die Erdgeschosse dieser Bauten für Kioske oder Gastronomiebetriebe genutzt werden. Eine Möglichkeit, die etwa durch das bestehende Café genutzt wird.

Zwei mögliche Standorte für den Bücherschrank

Für den Bücherschrank gibt es laut Stadt zwei mögliche Standorte: auf der leicht erhöhten und gepflasterten Fläche zwischen Hofstraße und Marktplatz oder am Ende der Pergola unter dem Baum vor der Hausnummer 10. Der ganzjährige Maibaum könnte wiederum in an der Brunnenanlage oder an der Stelle des Weihnachtsbaumes stehen – außerhalb der Weihnachtszeit versteht sich.

Der Bouleplatz müsste wohl unter die Aufständerung der S-Bahn rücken. Denn für solche Flächen gelten die gleichen Anforderungen wie etwa für Wege und kleine Plätze, erforderlich ist demnach eine wassergebundene Decke. Dahinter verbirgt sich ein Belag aus Material wie Schotter. Daher empfehle sich der Marktplatz für diesen Zweck nicht. Als geeigneter erscheint der Stadt der Raum zwischen den Stützen, da eine Bahn für ein Training und gelegentliches Spielen mit einer Fläche von 12,5x3m auskomme.

WC-Infrastruktur bereits vorhanden

Der angedachte Ort für das stille Örtchen befindet sich an der Ausfahrt des südlichen Park+Ride-Parkplatzes, wo sich derzeit noch die Toilettenanlage für die Busfahrer befindet. Dieser Standort für die öffentliche Toilette sei bereits im Prozess der Entwurfsplanung für die Sanierung des Stadtteilzentrums Kupferdreh mit allen Beteiligten abgestimmt worden. Sollte es also einen entsprechenden Beschluss des Rates geben, dass wieder öffentliche Toilettenanlagen im Stadtgebiet errichtet werden sollen oder diese anderweitig finanziert werden könnten, könnte immerhin die vorhandene technische Infrastruktur für die neue Anlage genutzt werden.

Die meisten dieser Ideen sind nicht neu, so habe es etwa eine Boulebahn bereits gegeben. Vieles von den aktuellen Vorschlägen hätten Bürger immer wieder ganz konkret als Wunsch an die Politiker herangetragen, erklärte Dirk Kalweit, CDU-Ratsherr und Mitglied der Bezirksvertretung, bereits, als seine Partei den entsprechenden Antrag im Vorjahr einreichte. Nun stehen die Ergebnisse der Stadt zur Diskussion.

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