Verkehr

Parksituation: Anwohner klagen über abgestellte Lkw in Kray

Im Bereich Fünfhandbank/Hubertstraße (hier der Bereich vor der Straße Fischweiher) hätten abgestellte Fahrzeuge den postiven Nebeneffekt der Verkehrsberuhigung, heißt es in der Stellungnahme der Stadt.

Foto: Christof Köpsel

Im Bereich Fünfhandbank/Hubertstraße (hier der Bereich vor der Straße Fischweiher) hätten abgestellte Fahrzeuge den postiven Nebeneffekt der Verkehrsberuhigung, heißt es in der Stellungnahme der Stadt. Foto: Christof Köpsel

Essen-Kray.   Engpässe an der Hubertstraße beschäftigen die Bezirksvertreter. Die Stadt stellt nach Ortsterminen nun fest, dass kein Handlungsbedarf bestehe.

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Wie sehr die Wahrnehmung von Anwohnern und Behörden auseinanderklaffen kann, zeigt die Verkehrssituation an der Hubert­straße. Dort klagten Bürger über regelmäßige Beeinträchtigungen durch abgestellte Lkw. Die SPD-Fraktion brachte das Thema in die Bezirksvertretung ein. Die Fachverwaltung sollte daraufhin prüfen, wie die Lage zu entschärfen sei. Die Verkehrsbehörde kommt nun nach mehreren Ortsterminen jedoch zu dem Ergebnis, dass die jetzige Situation durchaus beibehalten werden könne.

Die Beschwerden über parkende Lkw betrafen vor allem die Bereiche an den Einfahrten zum Morgensteig, aber auch am Kiosk Ecke Vierhandbank. „Ein Begegnungsverkehr zwischen Pkw ist kaum noch möglich, zwischen Lkw und Pkw oder zwischen zwei Lkw gar nicht mehr möglich“, formulierte die Fraktionsvorsitzende Michaela Heuser im Antrag der SPD. Auch im weiteren Verlauf der Hubert­straße käme es zusätzlich zu kurzzeitig abgestellten Lkw.

„Polizei liegen keine Einsätze vor“

Nach mehreren Ortsterminen stellen Vertreter der Verkehrsbehörde, der Polizei sowie der Stadt jedoch fest: „Sofern im beschriebenen Bereich der Hubertstraße ein Lkw abgestellt war, so war ein gefahrloses Vorbeifahren stets gegeben. Selbst wenn sich zwei Lkw entgegenkamen, musste der Gegenverkehr zwar kurz vorbeigelassen werden, jedoch konnten weder besondere Beeinträchtigungen des Verkehrsflusses noch gefährliche Situationen beobachtet werden, die einen zwingenden Handlungsbedarf etwa in Form eines Haltverbots für Lkw rechtfertigen könnten.“ Der Polizei lägen keine Einsätze oder Verkehrsbehinderungen in diesem Bereich vor.

Mehr als einen parkenden Lkw hätte es bei keinem der Termine gegeben, jedoch dürften auch diese nicht zu wesentlichen Einschränkungen im fließenden Verkehr führen, heißt es in der Stellungnahme, in der die Stadt vielmehr einen positiven Nebeneffekt beschreibt: Die eingeengte Fahrbahn dürfte das bereits mehrfach bemängelte hohe Geschwindigkeitsniveau auf der Hubertstraße erfahrungsgemäß verringern. So handele es sich etwa bei der Einmündung Hubert­straße/Fünfhandbank um eine Unfallhäufungsstelle, bei der zu hohes Tempo zu Unfällen geführt hätte. Vereinzelt parkende Lkw seien daher im Sinne einer Verkehrsberuhigung eher sinnvoll.

„Wir werden das Thema im Auge behalten“

Ohnehin könne das Parken von Lkw nicht gänzlich verhindert werden. Haltverbote zögen zumeist einen Verdrängungseffekt nach sich, so dass die Fahrzeuge dann oft an einem neuen – womöglich ungünstigeren – Stellplatz geparkt würden. Nach Rücksprache mit Polizei und Stadt spricht sich die Verkehrsbehörde daher gegen verkehrsregelnde Maßnahme aus.

„Die Antwort ist natürlich nicht befriedigend“, sagt Michaela Heuser, die diese Auswertung nach vereinzelten Terminen vor Ort als problematisch empfindet. Diese gebe nicht die Wirklichkeit der Bürger wieder. Betroffene Anwohner erlebten die geschilderte Situation immerhin täglich. „Wir werden das Thema daher im Auge behalten“, sagt die Politikerin.

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