Stadtteil-Projekt

Nord-Süd-Projekt: Burgaltendorfer entdecken Altenessen

Vor der Burg stehen die Beteiligten des Projektes: v.li. Rolf Siepmann, Ute Kleff, Katharina Brandt, Brigitte Leising, Heike Timm, Cornelia Wöstmann und Peter-Arndt Wülfing.  

Vor der Burg stehen die Beteiligten des Projektes: v.li. Rolf Siepmann, Ute Kleff, Katharina Brandt, Brigitte Leising, Heike Timm, Cornelia Wöstmann und Peter-Arndt Wülfing.  

Foto: Bild / HBV

Essen-Burgaltendorf/Altenessen.  Türkischer Markt, Schurenbachhalde und Moschee: Burgaltendorfer besuchen Altenessen. Die Führung ist Teil eines Nord-Süd-Projektes.

Der Nord-Süd-Dialog geht in die zweite Runde: Dabei machen sich Burgaltendorfer auf den Weg nach Altenessen, um neue Ecken im Essener Norden zu erkunden. Hinter diesem Projekt stecken die Mitglieder des Heimat- und Burgvereins aus Burgaltendorf sowie von der Interessengemeinschaft Altenessen. Ein Ziel ist es, das Nord-Süd-Denken zu überwinden. Den Start dabei machten bereits Kindergartenkinder aus Altenessen-Nord und -Süd beim Besuch der Burg. Diese Idee aber soll sich mitnichten auf die beiden Stadtteile beschränken, sondern vielmehr Prototyp für die Zusammenarbeit von Bürgervereinen im Stadtverband sein.

„Der Essener Norden ist schöner, als wir im Süden oft wissen“, sagt Rolf Siepmann vom Heimat- und Burgverein Burgaltendorf. Der Vorsitzende lädt deshalb am Samstag, 12. Oktober, zu der Stadtteilführung nach Altenessen ein. „Die ÖPNV-Verbindung zwischen unseren Stadtteilen ist nämlich hervorragend“, ergänzt seine HBV-Vorstandskollegin und Wanderführerin Brigitte Leising, die die Tour organisiert hat, „auch das gilt es erstmal zu erleben!“

Bauchgrummeln beim Blick vom Norden Richtung Süden

Die Besucher von der Ruhrhalbinsel werden vor Ort von Peter Arndt Wülfing, Vorsitzender der IG Altenessen, durch den Stadtteil geführt. Der hat, noch bevor das Projekt startete, beschrieben, wie manche aus dem Norden Richtung Süden blicken. Er sprach von einem Bauchgrummeln, das viele im Norden verspürten, wenn sie an den Essener Süden denken – er sprach auch davon, dass viele sich benachteiligt fühlten.

Ein Lehrer habe berichtet, dass Schüler das Stadtgebiet mitunter nur bis zum Hauptbahnhof kennen und zum Beispiel den Baldeneysee gar nicht kennen würden. Wer aus dem Süden käme, kenne vielleicht Zollverein – mehr aber auch nicht. Dabei seien bei ihm sogar Wünsche wie etwa nach einem Besuch in der Moschee angekommen, beschrieb wiederum Siepmann die Ausgangslage, an der sie mit ihrer Idee etwas ändern wollen.

Besuch auf dem türkischen Markt, der Schurenbachhalde und in Schrebergärten

Daher stehen nun bei der Führung der türkische Markt und die Schurenbachhalde ebenso wie Schrebergärten und die Besichtigung der Zeche Carl auf dem Programm. Nach einer Pause mit Einkehr im frisch renovierten Allee-Center soll die Einladung in die Salahud-Din-Moschee am Nachmittag der Höhepunkt sein.

„Unter der Schirmherrschaft des Stadtverbandes der Bürger- und Verkehrsvereine wollen wir damit eine Art Nord-Süd-Dialog zwischen den Essener Stadtteilen in Gang bringen“, sagt Peter Arndt Wülfing, der Verbandsvorsitzende. Grundlage ist dafür das gegenseitige Angebot: Der Heimat- und Burgverein hatte im Gegenzug schon vier Altenessener Kitas zu kindgerechten Erlebnisführungen rund um die Burg Altendorf eingeladen. Dort warteten Ritterhelme, mittelalterliche Spiele und Schatzsuche.

Die Stadtteile Kupferdreh und Werden wollen sich dem Projekt anschließen

Da der Kontakt zwischen Burgaltendorf und Altenessen erst der Anfang des Nord-Süd-Vorhabens ist und der Besuch in Altenessen nun Teil eines Pilotprojektes, soll es dabei nicht bleiben: „Die Bürgerschaft Kupferdreh und der Freundeskreis Gartenhaus Dingerkus in Werden haben bereits signalisiert, sich im nächsten Jahr mit uns unterhaken zu wollen“, freut sich Rolf Siepmann.

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