Radweg

Neue Bergroute verbindet Steele mit Kray

Entlang der Rodenseelstraße markieren orangefarbene Quadrate die Berg-Route wie hier in Essen-Freisenbruch.

Entlang der Rodenseelstraße markieren orangefarbene Quadrate die Berg-Route wie hier in Essen-Freisenbruch.

Foto: FUNKE Foto Services

Essener Osten.   8,5 Kilometer lang ist der Radweg von der Ruhrpromenade über die ehemalige Veltenbahn durch den Volksgarten Kray bis zum Mechtenberg.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Was eigentlich Orientierung bringen sollte, verwirrte jetzt einige Anwohner in Freisenbruch. Dort hatten Mitarbeiter der Stadt an der Rodenseelstraße kürzlich orangefarbene Markierung auf den Bürgersteig aufgemalt. Während manche Nachbarn ein Parkverbot befürchteten, erklärt die Stadt nun, dass diese Quadrate zu einem neuen Radweg gehören: der Bergroute. Diese führt von Steele bis nach Leithe.

Entstanden ist die Berg-Route am östlichen Stadtrand als Gegenstück zur Tal-Route im Westen. Sie verbindet das Ruhrtal mit dem Mechtenberg. Die 8,5 Kilometer lange Strecke beginnt in Steele an der Ruhrpromenade und führt über den Radweg auf der ehemaligen Veltenbahn, über die mit Radschutzstreifen versehene Rodenseelstraße, durch den Volksgarten Kray und über die Kray-Wanner-Bahn zum Mechtenberg.

Die Quadrate, die diese Strecke kennzeichnen, „sind auf einmal an allen Einmündungen der Straße an den Rändern der Bürgersteige, bis runter nach Kray, aufgetaucht. Wir haben vermutet, dass sie wohl das Beparken der Fläche verhindern sollen“, erzählt Anwohner Johann Grendel. Vielleicht sollte diese Maßnahme auch dem Schulbus, der zur Antoniusschule fahre, das Abbiegen dort erleichtert. Denn der habe wegen parkender Autos häufig Schwierigkeiten in die Rodenseelstraße einzubiegen, beschreibt Grendel Situation wie Überlegungen.

Ein Missverständnis, sagt die Stadt hingegen. Sprecherin Hannah Hettinger erklärt, dass die Markierungen Radtourwege durch Essen zeigen. „Man findet verschiedene Touren im Stadtgebiet, die in unterschiedlichen Farben markiert sind.“ Die Routen können aber auch von Fußgängern genutzt werden, daher sind die Zeichen auch im Grenzbereich des Bürgersteiges oder auf kombinierten Rad- und Fußgängerwegen angebracht.

Die neue Berg-Route solle laut Stadt noch in diesem Sommer fertig werden. Einige Wegeabschnitte wurden bereits erneuert, darunter die Veltenbahn bis zur Alleestraße und der Wegeanschluss an der Grimbergstraße. Es gibt neue Schilder und Bankplätze.

Johann Grendel ist zwar kein Radfahrer, aber er ist zumindest erleichtert, denn ein Verbot hätte doch den Parkdruck erhöht.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (3) Kommentar schreiben