Architektur

Horster Gartenbauer öffnet sein Haus am Tag der Architektur

So sieht das Haus in Horst von der Rückseite aus. Den Teich und den Garten hat der Bauherr selbst angelegt und geplant

So sieht das Haus in Horst von der Rückseite aus. Den Teich und den Garten hat der Bauherr selbst angelegt und geplant

Foto: Stefan Arend

Essen-Horst.   Im Einfamilienhaus an der Horster Straße stecken viele eigene Ideen. Domizil und Natur bilden eine Einheit. Vorstellung am Tag der Architektur.

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Der Traum vom eigenen Haus im Grünen: Das Ehepaar Ellen (47) und Markus Jux (52) hat ihn sich erfüllt – und zwar auf besondere, ja einzigartige Weise. Ihr Einfamilienhaus an der Horster Straße 32a, direkt am Wald und Ruhr gelegen, trägt die ganz persönliche Handschrift des Bauherrn. Kein Wunder, denn der ist vom Fach. Wer sich davon überzeugen will, kann dies am Tag der Architektur (siehe Info) tun.

Bis vor knapp zwei Jahren lebte die Familie Jux gemeinsam mit ihren vier Kindern an der Dahlhauser Straße im Haus der Eltern. Markus Jux, studierter Garten- und Landschaftsbauer, fand dort einen idealen Arbeitsplatz auf gewohnten Terrain im Fachwerkhaus seiner Eltern. „Das Haus war mit 320 Quadratmetern Wohnfläche sogar noch etwas größer als unser neues Heim, doch es war uns dort eigentlich schon immer zu dunkel“, erklärt Markus Jux.

Lichtdurchfluteter Neubau mit großen Fenstern

„Das alte Haus komplett nach unseren Wünschen umbauen zu lassen, hätte sich einfach nicht gerechnet“, erzählt Markus Jux von der Zeit intensiver Gespräche mit Architekt Ludger Felderhoff, der sein Büro „Elf Architekten“ in Werden an der Ruhrtalstraße führt. Und so reifte im Hause Jux der Entschluss, sich von Domizil und Scholle zu trennen und einen von Sonnenlicht durchfluteten Neubau zu planen – mit Teich und einer Terrasse, auf der schon bald die Olivenbäume blühen sollten.

Ein passendes Grundstück war schnell gefunden. „An der Horster Straße stand früher eine alte Remise von uns“, erklärt Jux. „Doch die hat den Sturm Ela nicht überstanden.“ Also siedelte die Familie geschlossen um – mit vielen schönen Ideen im Kopf, denn das neue Heim sollte maßgeschneidert sein. Eine stimmige Symbiose aus Architektur und Landschaftsbau sollte es werden. Ein Haus, dessen Fenster von Arbeits-, Wohnraum und Küche allesamt in Richtung Wald und Ruhr zeigen. Naturerleben pur, wenn man so will.

Domizil liegt nahe am Wald und an der Ruhr

Seine Arbeit im eigenen Gartenbaubetrieb umschreibt Markus Jux mit dem Versprechen: „Wir schaffen Natur im Raum“. Beim eigenen Hausbau lautete das Motto nun: „Wir schaffen Raum in der Natur“. Ein stimmiges Ensemble sollte entstehen. Ein Domizil, das mit seiner Umgebung harmoniert, ja diese sogar idealweise ergänzt. „Es war ums daher wichtig, viele natürliche Baustoffe zu verwenden“, sagt Jux. So bilden Klinker und Lärchenholz die Fassade. Auch die großen Fenster sind aus Holz gefertigt.

Dennoch wirkt der L-förmige, zweigeschossige Flachdachbau, nach heutigen Wohnbedürfnissen mit Luftwärmepumpe und Fußbodenheizung entworfen, mit seinen klaren, geraden Linien und dem dezenten Einsatz von Stahl sehr modern, ohne den Eindruck eines Fremdkörpers auf der grünen Wiese zu erwecken.

Architekt und Landschaftsplaner auf einer Wellenlänge

Ganz im Gegenteil: „Eine Auflage war, das Oberflächenwasser nicht direkt in die Kanalisation einleiten zu dürfen, sondern auf dem Gelände versickern lassen zu müssen“, erklärt Architekt Ludger Felderhoff. Die Lösung bot ein großes Wasserbassin aus Cor-Ten-Stahl, der zwar eine Rostschicht ansetzt, doch nicht weiter verwittern kann. „Das Regenwasser speist mit einem Überlauf den Teich. So wurde eine planerische Restriktion in eine gestalterische Lösung umgesetzt.“

Der Teich, die Terrasse – all dies entstammt Jux’ eigenen Ideen. „Den Trockenbau haben wir auch fast gänzlich in Eigenregie gemacht.“ Ludger Felderhoff lobt die Zusammenarbeit: „Wir waren praktisch stets auf einer Wellenlänge. Das Projekt hat mir sehr großen Spaß gemacht.“ Und es ist für die Zukunft gemacht. „Zwei meiner Söhne wollen in meine Fußstapfen treten und werden den Betrieb hier weiterführen, wenn ich mal in Rente gehe“, sagt Jux.

>> AUCH DIE PAULUSKIRCHE STELLT SICH VOR

Das Ehepaar Jux öffnet sein Haus zum Tag der Architektur am Samstag, 24. Juni. In der Zeit von 10 bis 12 Uhr sind Interessierte zur Besichtigung an die Horster Straße 32a eingeladen.

Am Samstag, 24. Juni (15-17 Uhr), stellt das Büro Zwo+ Architekten den Umbau der Pauluskirche, Steeler Str. 271, vor (Altenpflege). Weitere Infos gibt es am selben Tag in dieser Zeitung.

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